Ballsy – Sean Ashcroft

Nach zehn Jahren kommt der Fotograf Sam zurück nach LA. Dort hat er damals seinen besten Freund Ben zurückgelassen. Und er hat ihn jeden Tag vermisst. Erst eine Nahtoderfahrung lässt ihn nun allen Mut zusammenfassen um Ben endlich seine Gefühle zu gestehen. Doch dann verlässt ihn der Mut auch wieder und Sam kann sich einfach nicht überwinden.

Dabei empfindet Ben doch viel mehr als nur Freundschaft für Sam. Doch auch er war nie mutig genug dies zu artikulieren und sich zu outen. Aber jetzt, nach so langer Zeit und mit der Reife des Alter will Ben nun seinerseits ausloten was Sam für ihn empfindet und ob es vielleicht doch nun eine Chance für sie beide gibt.

Ein Auftrag für seine Zeitung führt Ben jedoch in ein Ressort, wo reiche Menschen ihre Beziehung wieder in den Griff bekommen sollen. Dieses Wochenende will Ben nutzen um Sam näherzukommen und die Lage zu sondieren. Sam zögert erst, stimmt jedoch dann zu. Viel Hoffnung hat er nicht, aber eine Chance ist es dennoch.

Irgendwie lässt mich die Geschichte etwas ratlos zurück. Sam und Ben waren engste Freunde und standen sich wirklich sehr nahe. Doch sie zögern sich ihre Gefühle einzugestehen und dann ist es zu spät. Der Kontakt scheint völlig abzubrechen. Warum genau sie sich so feige verhalten haben, geht irgendwie aus der Geschichte nicht hervor.

Natürlich, sie sind nun zehn Jahre älter, reifer und haben Lebenserfahrung gewonnen. Doch vor allem Sam ist noch immer sehr unsicher und lässt sich auch leicht verunsichern. Dabei spielen aber auch seine Narben eine Rolle, die er sich bei einem sehr schweren Unfall zugezogen hat.

Auch Ben ist jetzt nicht ein Beispiel für Mut. Vor allem in der Vergangenheit war er zu feige. Allerdings wird auch hier nicht ausreichend erklärt, wovor er sich genau gefürchtet hat. Jetzt, zehn Jahre später, hat er sich wohl als bisexuell geoutet und niemand scheint das auch nur ansatzweise zu kratzen.

Insgesamt war die Story nicht schlecht, aber auch nicht überwältigend. Der erste Teil der Reihe war deutlich besser geschrieben und die Geschichte war auch viel besser nachzuvollziehen.

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