Beyond the Surface – Felice Stevens

5er

Beyond the Surface (The Breakfast Club)

Der Designer Julian Cornell hat seinen Weg gemacht und ist erfolgreich. Doch neben seinen besten Freunden Marc und Zach, sowie seiner Kollegin Melanie, gibt es niemanden in seinem Leben, der ihm wirklich nahe steht. In seiner Jugend gab es Nick, seinen besten Freund – seine erste Liebe. Doch Nick hat mit ihm gebrochen; fühlte sich von der Situation überfordert. Fast zwanzig Jahre später kommt es jedoch zu einem unerwarteten Wiedersehen zwischen Nick und Julian.

Nick Fletcher hat sein Leben lang seine Identität und seine Sexualität versteckt. Der Anschlag von 9/11 hat ihn tief traumatisiert und er kann auch seiner Arbeit als Feuerwehrmann nicht mehr nachgehen. Also arbeitet er als Ausbilder und Trainer. Mit seiner Familie ist er sehr eng, jedoch stehen seine versteckte Sexualität, seine Sehnsüchte und Wünsche immer wie ein unsichtbarer Elefant mit im Raum. Die mühsam aufrecht erhaltene Fassade beginnt jedoch zu bröckeln, als Julian wieder in sein Leben tritt.

Julian ist smart, attraktiv, erfolgreich – und oberflächlich. Zumindest ist das Nicks erster Eindruck und es braucht Zeit bis die Liebenden von einst hinter die Fassade des jeweils anderen blicken können. Den Bruch hat Nick sein Leben lang bereut, doch die Angst vor dem Outing und den Reaktionen seiner Umwelt hängen wie ein Mühlstein um seinen Hals.

Julian hingegen hat sich nie versteckt und ist stur seinen Weg gegangen. Selbst jetzt, wo ein Konkurent seine Ideen gestohlen hat und seine Show gefloppt ist, gibt der Designer nicht auf. Julian ist ein sehr starker Charakter, der durchaus seine Schwächen hat. Doch seine Geradlinigkeit ist durchaus bewundernswert. Und er macht Nick ganz klar, dass er kein dreckiges Geheimnis mehr sein wird. Und dass die Gefühle zwischen ihnen noch immer existieren – egal wie unglücklich ihn die Trennung gemacht hat.

Die Geschichte um Nick und Julian weckt natürlich die Erinnerung an 9/11, denn dieses Trauma beschäftigt Nick noch immer. Jedoch verzichtet die Autorin auf Pathetik und Heldenverehrung. Sie beschreibt die Männer so wie sie sind; gebrochen und traumatisiert. Auf der Suche nach ihrem Glück und einer zweiten Chance. Nick wirkt zwar aufgrund seiner Physis stärker, ist jedoch ein sehr schwacher und unsicherer Charakter. Mit seinem Verhalten und seiner Unsicherheit, macht er es sich selbst und auch Julian nicht leicht.

Dennoch ist auch dieses Buch wieder ein Keeper und der Auftakt zu einer neuen Trilogie. Die nächste Geschichte soll wohl von Zach, dem stillen und geheimnisvollen Freund von Julian handeln.


Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 249
Serie: The Breakfast Club (1)

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