Broken Pieces – Zerbrochen – Riley Hart

Josiah Evans hat bereits eine ‚Karriere‘ als Pflegekind hinter sich und trifft nun in seiner neuen Familie auf den schweigsamen und abweisenden Mateo Sanchez. Düster, zurückhaltend, misstrauisch und gefährlich. Der sanfte Josiah und der harte Mateo werden irgendwie Freunde und mehr. Doch ihre Zeit ist begrenzt und ihr Wege müssen sich trennen, denn nur so kann Mateo den Geliebten retten.

Nach dem Bruch schafft Josiah es nicht Bindungen einzugehen. Erst als er den Staatsanwalt Tristan  Croft kennenlernt, beginnt die Mauer zu zerbrechen. Auch Tristan ist ein Mann voller Geheimnisse und auch ihn umgibt eine gewisse Melancholie und Distanz. Doch auch hier schafft Josiah einen Weg in die Seele dieses einsamen Wolfes zu finden. Aber egal wie sehr er Tristan liebt – seinen Mateo bekommt Josiah über all die Jahre nicht aus seinem Herzen und er bleibt immer präsent.

Dann geschieht das Unerwartete und Mateo kommt zurück in Josiahs Leben, das erneut zu zerbrechen droht.

Drei zerbrochene Seelen, die es nur zu Dritt schaffen zu heilen. Unterschiedlicher könnten Josiah, Tristan und Mateo nicht sein. Gewalt, Missbrauch, Verzweiflung sind ihnen allen nicht fremd. Sie gehen nur jeder für sich anders mit dem Erlebten um. Jeder von ihnen will sich schützen, sehnt sich jedoch nach Glück und Beständigkeit.

Broken Pieces ist keine einfache Lektüre und man muss sich ganz und gar auf diese Geschichte, diese ungewöhnlichen Biographien einlassen. Josiah, Tristan und Mateo haben mir mit ihren Geschichten, Erlebnissen und Gefühlen das Herz gebrochen. Ich kann nicht sagen, welcher von ihnen jetzt ‚mein‘ Held ist. Sie sind alle wunderbar. Großartig in ihrem Bemühen, ihren Sehnsüchten, aber auch in ihren Fehlern und den Tragödien, denen sie sich schon so früh stellen mussten.

Ihre Geschichte wird immer wieder aus einer anderen Perspektive erzählt. Dabei kommt aber keine Person zu kurz und Riley Hart vermag es wirklich gefühlvoll, geduldig und doch intensiv die Entwicklung der einzelnen Protagonisten herauszuarbeiten. Josiah ist der Dreh- und Angelpunkt. Aber als im letzten Drittel auch Mateo wieder ins Spiel kommt, bekommen auch er und Tristan viel Zeit und Raum um sich anzunähern. Dabei ist die Geschichte niemals kitschig, albern oder die Handlung zu überzogen. Ganz im Gegenteil.

Der erste Teil ist einfach grandios, berührend, schmerzlich schön und zu Tränen rührend.

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