Champagne Kisses – Lynda Aicher


Hinter dem Hochzeitsplaner/Manager Evan Cleary liegen einige harte und arbeitsreiche Wochen. Für das Paar Nate und Bryan hat er eine wunderbare Hochzeit am Heilig Abend ausgerichtet. Zu dumm nur, dass es zwischen ihnen knallt und Vasen durch die Gegend geworfen werden. Nate und Bryan sind als Paar Geschichte. Doch irgendwie geht die Party weiter und da schon alle geladenen Gäste hier sind, wird auch gefeiert.

Richard, der Bruder Nates, hasst nichts mehr als divenhafte Männer. Er selbst ist reserviert, zurückhaltend und ernsthaft. Natürlich unterstützt er seinen Bruder und war auch schon während der Vorbereitungen an dessen Seite. Allerdings war das auch eine gefundene Ausrede um damit die Nähe zu Evan zu suchen. Schon seit Wochen umkreisen sich Richard und Evan nun und sie fühlen sich auch irgendwie zu einander hingezogen. Doch sie sind grundverschieden und auch Evan kann mit dem Typ Mann, den Richard nunmal verkörpert, nicht viel anfangen. Aber zu Weihnachten darf man sich doch etwas wünschen, nicht wahr?

Champagne Kisses ist eine sehr nette, wenn auch äußerst kurze, Geschichte. Viel Tiefgang bekommen weder Evan, noch Richard. Ihre Vergangenheit bleibt leider völlig im Dunkeln und es gibt nur vage Andeutungen. Zuwenig um ihnen als Personen also ein Profil zu verpassen. Die Geschichte selbst liest sich flüssig, locker, flockig. Allerdings werden die 77 Seiten dazu verwendet um in etwa 24 Stunden zu erzählen.

Es ist ja in Ordnung, dass sich die Helden schon einige Wochen kennen, aber für mich war die erzählte Geschichte einfach zu wenig. Ich glaube nicht, dass ich jemals eine soooooo ausgedehnte Kussszene gelesen habe, wie in diesem Buch. Und der Kuss, samt Fummelei, zieht sich über einige Seiten. Das ist schon Rekord. Dabei muss ich der Autorin aber eine gewisse Raffinesse und auch Geschick zuschreiben. Der ausgedehnte Sex zwischen Richard und Evan war wirklich sehr hot und auch ein wenig kinky. Hätte man dem zugeknöpften Richard nicht zugetraut. Aber wie gesagt – die Geschichte hatte einfach zu wenig Substanz um wirklich spannend zu sein oder länger im Gedächtnis zu bleiben.

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