Christmas Kitsch – Amy Lane

Rusty Baker ist nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte, aber er sieht gut aus und hat reiche Eltern. Die wollen aber, dass Rusty eine gute Universität besucht und später in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Allerdings hat Rusty arge Zweifel an seinen Fähigkeiten und seine Interessen liegen ganz wo anders. Nur mit Hilfe von Oliver schafft er einen guten Abschluß und kann auf die renomierte Uni gehen, die seine Eltern für ihn ausgesucht haben. Doch Rusty quält sich durch den Alltag und vermisst seine Schwester und Oliver. Der ist in kürzester Zeit sein engster Freund geworden und langsam fragt Rusty sich, ob zwischen ihnen nicht mehr sein könnte.

Doch Oliver entstammt aus einer völlig anderen Gesellschaftsschicht und ist dazu auch noch Latino – Skandal! Kaum bekommen Rusty’s Eltern etwas davon mit, werfen sie ihren Sohn auch schon aus dem Haus, entziehen ihm ihre Unterstützung und Zuneigung. Rusty steht vor den Trümmern seines Lebens; und das auch noch zu Thanksgiving! Doch Oliver ist auch jetzt für Rusty da und der quirlige und selbstbewusste Latino nimmt Rusty einfach mit zu sich nach Hause. Da Rusty in den Ferien ja bereits für Olivers Vater gejobbt hat, ist er für diesen kein Unbekannter und durchaus willkommen. Auch Olivers Familie nimmt den Heimatlosen warmherzig auf. Doch auch so sehr Rusty die Gastfreundschaft der Campbells schätzt, so muss er seinem Leben eine neue Richtung geben!

Obwohl ich mit so jungen Protagonisten eigentlich nicht viel anfangen kann, haben mich Oliver und Rusty sofort für sich eingenommen. Vor allem Oliver ist großartig und ein wirklich liebenswerter Held. Die Geschichte wird aus Rusty’s Sicht erzählt und man leidet wirklich mit ihm mit. Es fällt ihm so schwer die Erwartungen seiner Eltern zu erfüllen, sie aber selbst treu zu bleiben und dann auch noch zu verstehen wie er eigentlich zu Oliver steht. Und was Oliver vielleicht für ihn bedeuten könnte. Die Gefahr war groß, dass das Drama zu groß und damit auch das Nervpotential ins Unerträgliche steigen könnte.

Doch weit gefehlt. Nichts. Lane beschreibt ihre Helden mit Stärken und Schwäche. Lässt sie witzig sein, aber auch nachdenklich und manchmal etwas starrsinnig. Vor allem Rusty entwickelt eine sehr interessante Konsequenz mit der er Oliver einerseits ziemlich nervt, den Leser aber beeindruckt. Auch von Oliver erfährt man genug um sich ein gutes Bild von ihm zu machen. Er ist eben das Gegenteil von Rusty; ziemlich clever, selbstbewusst und zielstrebig. Es gibt auch noch einige Nebenakteure, die die Geschichte noch ein Stück weit aufwerten. Rusty’s jüngere Schwester, dazu noch Olivers Cousins und restliche Sippe. Ein wirklich schönes Buch, das mich wirklich berührt hat.

Auch Laberladen hat sich dieser Geschichte angenommen und war ebenfalls durchaus angetan. <klick>

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