Cold Space – Hot Love – Tanya T. Heinrich

Der Pilot und Staffelcommander Eric Cooper hat ein Geheimnis, das er fast schon ängstlich hütet. Er ist der Liebhaber des Observers seines Raumschiffs. Observer sind besonders wertvolle Crew-Mitglieder und haben einen sehr hohen Status. Sie sind strukturiert, agieren eher gefühlskalt und kontrollieren ihre Gefühle. Da sie in die Zukunft sehen können, tragen sie große Verantwortung und planen alles extrem strategisch und emotionslos.

Doch der Observer Samuel hat auch noch eine zweite Seite. Immer wieder zieht es ihn zur dem erfahrenen Eric und gibt sich ihm hin. Obwohl er in der Hirachie weit über Eric seinen Platz hat, braucht Samuel die Möglichkeit sich fallen zu lassen und dominieren lassen zu können. In den intimen Begegnungen mit dem Piloten gibt Samuel Verantwortung ab.

Viele Jahre schon befindet sich die Menschheit im Krieg gegen die Strifes. Und einflussreiche Gruppen innerhalb der Menschheit will diesen Konflikt auf jeden Fall fortführen, obwohl die Kräfte längst erschöpft sind. Samuel gilt als einer der mächtigsten und begabtesten Observer und die Beziehung widerspricht den Praktiken der Streitkräfte. Zudem sollen Observer sich nicht mit Gefühlen auseinandersetzen. Doch zwischen Samuel und Eric entwickelt sich etwas, das über die körperlichen Bedürfnisse hinausgeht.

Für Eric wird es auch immer gefährlicher, da man ihrer Beziehung auf die Schliche kommt. Ausserdem erfährt Eric immer mehr von seinem Geliebten und auch über den Krieg und die Strifes. Doch dann soll Eric das Raumschiff verlassen und ein anderes Kommando übernehmen. Dazu kommt es jedoch nicht, da das Raumschiff angegriffen wird und plötzlich befinden sich Eric und Samuel gemeinsam auf der Flucht.

Also Science Fiction ist im Grunde so gar nicht mein Fall. Aber die Geschichte von Samuel und Eric hat mich gefesselt! Das Paar könnte nicht gegensätzlicher sein und die Figur des Observers Samuel ist durchaus kontrovers und nicht immer zu begreifen. Aber die Autorin hat die Charakterisierung sehr konsequent durchgezogen und die Person ist sehr vielschichtig und interessant. Eric ist der bodenständige und impulsivere Gegenpart zu dem unterkühlten Samuel.

Glaubwürdig und ohne Hast erlebt man die persönliche Entwicklung zwischen Eric und Samuel, ohne dabei die politischen Veränderungen ausser Acht gelassen werden. Im Laufe der Geschichte entdeckt der eigentlich immer gut informierte Samuel, wie sehr er selbst manipuliert wurde und mit welcher Grausamkeit sich die Menschen sich seiner bedient haben.

Eine wirklich tolle Geschichte mit zwei Protagonisten, die wirklich einen steinigen Weg zu bewältigen haben. Spannend und erotisch geschrieben, ohne sich in Geschmacklosigkeiten zu verlieren oder absurd zu werden.

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