Cup Check – Stephani Hecht

Kip Cooper hat viele Jahre hart an sich gearbeitet und an seiner Karriere gefeilt. Sein grosses Ziel ist die NHL. Definitiv, er ist bereit sein Farmteam hinter sich zu lassen. Aber um das zu erreichen muss er seine persönlichen Bedürfnisse und Wünsche verstecken und verleugnen. Da gibt es jedoch ein Problem. Kip fühlt sich zu einem Mitspieler hingezogen. Im Gegensatz zu ihm ist der junge Sergei out und steht zu seiner Homosexualität. Sergei ist noch nicht lange im Team und hat im letzten Team wegen seiner Veranlagung schlechte Erfahrungen gemacht. Doch in Kips Team ist er willkommen, wird akzeptiert und ist auch ein guter Eishockeyspieler.

Auch Sergei fühlt sich zu Kip hingezogen. Mehr noch. Längst ist er in den älteren Spieler verliebt. Jedoch weiss Sergei, dass er keine Chance hat. Denn Kip ist hetero, hat immer wieder Freundinnen und zeigt überhaupt keine Tendenzen Gefallen an Männern zu haben. Allerdings hat Sergei kein besonders gutes Gaydar. Und so ist er mehr als überrascht, als der Kip eines Tages in einem einschlägigen Club erwischt.

Dass Sergei angepisst und wütend auf Kip ist, ist nachvollziehbar. Schliesslich ist er seit einer kleine Ewigkeit in einen Mann verknallt, der offensichtlich hetero ist. Sergei fühlt sich natürlich verarscht und zum Narren gehalten. Und als es zwischen ihm und Kip zu einem sexuellen Abenteuer kommt und Kip eben ist wie er ist, eskaliert die Situation jedoch. Sergei hat von Kip nun endgültig die Nase voll und geht auf Distanz zu ihm.

Zwar spielen sie weiter zusammen im Team, doch der private, herzliche Umgang ist Geschichte. Sergei geht Kip aus dem Weg; schneidet ihn richtig. Das bleibt den anderen im Team nicht verborgen. Besonders Trey merkt, dass zwischen den einst so guten Freunden etwas Tiefergreifendes vorgeht. Stephani Hecht hat Kip, wie auch Sergei ziemlich gut und eindringlich beschrieben.

Sergei ist offen und steht dazu. Ihm ist auch klar, dass ihm eine große Karriere in der NHL nicht mehr möglich ist. Sicher wäre es ihm anders lieber und ihm ist auch bewusst, dass er damit seine Eltern enttäuscht. Doch trotz seiner Jugend bleibt er sich treu. Kip hingegen hat Angst sich zu outen oder geoutet zu werden. Doch mit Sergei wird es anders. Nun stellt sich für Kip die Frage: NHL oder Sergei? Was ist ihm wichtiger?

Wieder nur eine kurzweilige Kurzgeschichte, die mir jedoch sehr gut gefallen hat. Beide Protagonisten sind ziemlich authent und ihre Handlungen und Äusserungen sind nachvollziehbar. Das Drama um Kips Outing wird sehr dramatisch gelöst, ohne dass es am Ende zu kitschig. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 106
Serie: Blue Line Hockey (3)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*