Curious – R.G. Alexander

Jeremy Porter und Owen Finn verbindet eine Freundschaft, die bereits über 20 Jahre dauert und längst ist Jeremy ein Teil des großen Finn Clans. Beide sind Junggesellen und haben auch unterschiedliche Geschmäcker. Während Jeremy nie einen Hehl aus seiner Bisexualität gemacht hat und dafür von seiner Familie zurückgewiesen wurde, lebt Owen seinen BDSM-Style aus. Dies meist im Club von Natasha, die mit beiden Männern ebenso lange befreundet ist und mit Jeremy sexuelle Abenteuer auslebt.

Eigentlich alles gut, bis Owen plötzlich ein unerwartetes Interesse an Jeremy zeigt. Und dies auch noch so überzeugend, dass Jeremy nur wenig Widerstand aufbringen kann. Wie auch, denn all die Jahre hat Jeremy schon eine Schwäche für Owen. Und so ändert eine denkwürdige Nacht, in der sie eigentlich nur Owens Geburtstag feiern wollten, alles. Alles was Jeremy sich gewünscht hat, scheint sich zu erfüllen. Aber auch alles, was er eigentlich fürchtet!

Gay-for-you-Geschichten funktionieren nicht immer. In diesem Fall jedoch schon. Owen und Jeremy kennen sich schon lange, so erspart sich der Leser ein langwieriges Kennenlernen. Dafür steigt man direkt und schnörkellos in die Geschichte ein. Die Autorin schafft es leicht dem Leser die Protagonisten vorzustellen und ihre gemeinsame Geschichte in kurzen Rückblenden zu erzählen.

Jeremy fürchtet nichts mehr als Owens Freundschaft durch diese sexuelle Eskapade zu verlieren. Owen selbst ist ziemlich selbstsicher und er denkt auch nicht in Labels. Für ihn ist es völlig egal ob jemand bi, schwul oder heterosexuell ist. Deswegen definiert er sich selbst auch nicht. Beide Akteure sind sehr sympathisch, witzig und auch ausgewogen. Jeremy ist eine kleine Drama-Queen, das ist jedoch den Umständen der Geschichte geschuldet. Curious ist der Auftakt einer Serie rund um den Finn-Clan, der ziemlich groß, laut, aber herzlich ist. In Familien kommt es natürlich zu Konflikten, aber wenn es drauf ankommt, dann stehen sie zu einander. Mir hat die Geschichte sehr, sehr gut gefallen. Allerdings ist die Sex-Rate ziemlich hoch. Das muss man mögen.

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