Denver’s Calling – J.J. Harper

Völlig unvorbereitet wird der Chirurg Denver von seinem langjährigen Partner verlassen. In seiner gewohnten Umgebung bleiben kann er nicht. Also löst er alles auf, kündigt und nimmt sich eine Auszeit. Sein Weg führt ihn zurück in seine Heimat, wo ihn die Familie bereits mit offenen Armen und natürlich auch besorgt aufnimmt. Für eine Weile zieht sich Denver in eine der Hütten seiner Familie zurück, lässt nur seine Familie und seinen Hund an sich heran und leckt seine Wunden.

Coopers Ridge ist ein verschlafenes Nest, das auch nicht unbedingt für seine Weltoffenheit bekannt ist. Und doch haben es Kester und East geschafft sich eine Existenz aufzubauen und auch offen schwul leben zu können. Denver ist für sie kein Unbekannter. East hatte immer eine Schwäche für den Älteren und Kester und Denver tauschten sogar in ihrer Jugend einen Kuss. Doch dann haben sich ihre Wege eben getrennt.

Für Denver ist es durchaus ein kleiner Schock als er erkennt, wie sehr sich seine alte Heimat verändert hat. Kester und East werden zu Freunden und das Knistern zwischen ihnen dreien ist nicht zu übersehen. Doch Denver hat sich doch eben erst die Finger verbrannt und will nicht schon wieder verletzt werden.

Denver’s Calling ist eine nette und sehr erotische Unterhaltung. Das ist Stärke und Schwäche von JJ Harper. Ihre Helden sind einfach extrem potent und JJ lässt ihre Leser auch an jeder sexueller Interaktion teilhaben. Das ist manchmal schon zuviel.

Die Geschichte selbst wird sehr flüssig und angenehm erzählt. Gegen Ende hin gibt es wieder einmal etwas zuviel Drama. Das hätte nicht sein müssen. Dafür sind die drei unterschiedlichen Männer sehr gut beschrieben und ihr Charakter wird gut herausgearbeitet. Man lernt sie schnell kennen und versteht auch rasch ihre Beweggründe und Zweifel.

Insgesamt hat mir der erste Teil aber sehr gut gefallen. Leider konnte ich (noch) nicht in Erfahrung bringen, ob die ganze Reihe von diesem Gespann handeln wird, oder ob es in den nächsten Teilen auch neue Protagonisten geben wird. Potential wäre auf jeden Fall da.

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