Depth of Field – Riley Hart

Mit 18 Jahren hat Maxwell Sullivan seiner Heimat, aber auch seinen Eltern, den Rücken zugewandt und Last Chance verlassen. Doch nach dem Tod des Vaters kommt er zurück. Jedoch nur um gemeinsam mit der Mutter den Nachlass zu regeln und um Vergebung zu bitten.

Shane Wallace ist nie aus Last Chance hinausgekommen. Seit seiner Kindheit muss er sich um seine labile Mutter kümmern, die unter Panik- und Angstzuständen leidet. Das Haus kann sie nicht verlassen und schon früh wurde Shane in die Rolle des Beschützers und Verantwortlichen gedrängt. Dabei war seine Kindheit auch so schwierig genug, denn die Kinder – vor allem Max und seine Freunde – haben ihm die Kindheit und Jugend zur Hölle gemacht.

Aber inzwischen ist Shane erwachsen, ist ein gefragter Automechaniker mit magischen Händen und auch sonst ein Mann mit vielen Talenten. Doch seine Sehnsüchte, Träume und Wünsche werden nie in Erfüllung gehen. Denn noch immer muss er sich um seine kranke Mutter kümmern.

Als Max, der sich nun Van nennt, wieder in Last Chance auftaucht, kommen bei Shane natürlich die Erinnerungen zurück und er will mit diesem Mann nichts zu tun haben. Doch Max ist nicht mehr der Junge aus seiner Kindheit. Und wider Willen entdeckt Shane einen völlig anderen Menschen. Den richtigen Maxwell, der nur unter den Erwartungen der Eltern und den Gewaltausbrüchen des Vaters versteckt war.

Ich muss gestehen, dass mich die letzten Bücher von Riley Hart nicht wirklich fesseln oder gar begeistern konnten. Die meisten Geschichten habe ich sogar abgebrochen. Möglich, dass es einfach nicht der richtige Zeitpunkt war. Doch Depth of Fields konnte mich begeistern. Dabei bin ich mit wenig Erwartung an diese Geschichte herangegangen und auch der Plot gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen Favoriten.

Doch die Geschichte von Shane und Max, von Schuld, Sühne und Vergebung – sie wird von Riley wirklich wunderbar, intensiv und auch schmerzlich schön erzählt. Es ist eine Reise in der Vergangenheit dieser Männer, die in der Gegenwart angekommen so ganz anders sind, als man es von den Ereignissen der Kindheit eigentlich erwarten kann. Sie machen beide im Laufe ihres Lebens eine Metamorphose durch und vor allem Max ist ein völlig anderer Mensch als sie sich wiedersehen.

Ich habe mit ihnen beiden mitgelitten und fand das Verhalten ihrer Mütter teilweise sehr grenzwertig, manchmal sogar widerwärtig. Aber das ist eben mein subjektiver Eindruck als Mutter. Trotz der Probleme, der Unsicherheiten und ihrer problematischen Vorgeschichte finden Shane und Max zusammen und lernen beide zu vergeben, wenn auch nicht zu vergessen.

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