Die richtigen Worte – Lane Hayes

Nachdem der Innenarchitekt Luke Preston sich von seinem Freund getrennt und auch noch seinen Job verloren hat, kommt er erstmal bei seinem besten Freund Brandon unter und hofft, dass er schnell wieder einen guten Auftrag an Land ziehen kann. Und ein Auftrag führt ihn zu dem Fußballspieler Michael Martinez, der sich ein Haus gekauft hat, welches ziemlich renovierungsbedürftig ist.

Michael weiß aber gar nichts von der geplanten Renovierung und ist von Luke’s Besuch gar nicht begeistert. Tatsächlich hat sein Ex Luke angeheuert, doch längst hat Michael sich von Jamie getrennt. Allerdings überlegt Michael es sich dann doch und lässt Luke gewähren, denn das Haus ist wirklich schrecklich altmodisch und heruntergekommen. So landet Luke in einer Gästewohnung über der Garage um die Renovierungsarbeiten zu überwachen. Dabei stolpert er aber immer wieder über Michael, der viel Zeit zu Hause verbringt. Denn noch immer laboriert Michael an einer schweren Verletzung und es ist ungewiss, ob sein Vertrag als Profispieler verlängert wird.

Während Michael in seinem Schrank sitzt und als Profisportler natürlich ungeoutet ist, steht Luke zu seiner Homosexualität und kommt mit Michaels Geheimniskrämerei nicht gut zurecht. Außerdem kann er mit Michaels Art gewisse Probleme zu händeln überhaupt nichts anfangen. Zwar fühlt er sich zu Michael hingezogen, versucht aber gleichzeitig auf Abstand zu gehen. Etwas mit einem Kunden anzufangen, das ist kein guter Stil.

Doch es bleibt nicht aus, dass sie sich näher kommen. Und Michael versucht Luke begreiflich zu machen, wieso er sich nicht einfach outen kann. Und dass er sich mit vielen Problemen konfrontiert sehen würde. Seine Mannschaft, der Sport, die konservative Familie, die Fans. Dem verletzten Michael ist das einfach zu viel und zu groß ist seine Angst alles zu verlieren.

Luke versteht erst mit der Zeit und da hat er sich längst in den attraktiven Michael verliebt. Allerdings ist es schwierig und Intrigen bleiben nicht aus. Genauso wenig wie Mißverständnisse und Verletzungen. Die richtigen Worte ist an sich ein sehr schönes Buch, das sich flüssig liest und durchaus zu unterhalten vermag. Leider mochte die den Helden Luke so gar nicht. Er ist mir einfach zu anstrengend und auch zu eigensinnig und wenig verständnisvoll. Manchmal ist er sehr verletzlich, dann wieder stachelig und herablassend. So wirklich warm bin ich einfach nicht mit ihm geworden. Michael hingegen mochte ich sehr, auch wenn er der geborene Geheimniskrämer ist und man oft nur schwer an die Figur herankommt. Allerdings bekommt er zum Schluss hin dann seinen großen Auftritt und er trifft wichtige Entscheidungen, die seinem Leben eine neue Richtung geben. Dennoch war es ein guter Serienauftakt und ich hoffe, dass auch die weiteren Teile übersetzt werden.

 

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