Dreamers‘ Destiny – Tempeste O’Riley

Ohne etwas davon zu ahnen, teilen sich der Buchhändler Liam Grady und der Tattoo-Künstler Cameron Danu ihre Träume. Viele Jahre schon treffen sie sich in gemeinsamen Träumen und diese erscheinen ihnen so real wie das wirkliche Leben. Nur, dass sie am nächsten Morgen wieder jeweils alleine in ihren Betten aufwachen. Doch dann führt der Zufall sie zusammen.

Cameron nimmt einen neuen Job in der Stadt Ashville an und will sich dort ein neues Leben aufbauen. Doch schon nach ein paar Tagen läuft er Liam über den Weg. Dieser führt in Ashville eine kleinen Buchladen und hadert mit seinen Träumen, die ihn am nächsten Morgen so einsam und verloren zurück lassen. Denn ihre geteilten Träume sind zutiefst erotisch, intim und gefühlvoll.

Die Wirklichkeit ist jedoch dann ganz anders. Liam kann sein Glück kaum fassen Cam tatsächlich gegenüber zu stehen. Cam hingegen ist scheu, verängstigt und verwirrt. Und er weist Liam zurück. Liams Geschichte ist unglaublich und für Cam einfach nicht zu begreifen. Denn Liam ist ein Traumgänger und -weber. Mit solchen unrealen Dingen will der Einzelgänger Cameron nichts zu tun haben.

Camerons Zurückweisung und Trennung tut beiden Männern nicht gut. Vor allem Liam leidet darunter, der alles versucht sich aus Camerons Träumen fernzuhalten. Doch eine Dauerlösung ist dies nicht, da Liams Gesundheit darunter zu leiden beginnt.

Dreamer’s Destiny ist eine entzückende, herzerwärmende und romantische Liebesgeschichte, die eben einen leicht paranormalen Touch hat. Dieser hat mich persönlich jetzt nicht gestört und hat ja auch einen nicht unerheblichen Teil des Plots ausgemacht. Liam und Cam sind Einzelgänger und ihr Sozialleben gestaltet sich eher dürftig. Ohne die Träume hätten sie vielleicht nicht zusammengefunden.

Durch die Träume – die sich über 10 Jahre ziehen – sind sie einander jedoch vertraut. Doch die Herausforderung ist es eben sich auch in der realen Welt zu finden und kennenzulernen. Mir gefiel der ruhige Aufbau der Geschichte sehr gut. Es gibt auch einige wohlmeinende Mitmenschen, die Liam und Cam ein wenig auf die Sprünge helfen. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und ausreichend beschrieben. Obwohl Cameron erst abweisend und ruppig agiert, ist er trotzdem zutiefst sympathisch und die Autorin erklärt das Verhalten ihrer Helden ja auch verständlich.

Als sie einem Happy End zusteuern, verwandeln sich ihre Träume plötzlich in einen Albtraum. Und dieser wird plötzlich erschreckend real und gewalttätig.

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