Ein Hauch von Zukunft – Carol Lynne

Matt versucht in Cattle Valley einen Neuanfang und seine traumatischen Erlebnisse aus dem Kriegseinsatz zurückzulassen. Doch für den Physiotherapeuten ist es alles andere als einfach das Grauen des Krieges loszuwerden und vor allem sich endlich seinen Schuldgefühlen zu stellen. Wenig hilfreich sind da auch noch seine Arbeitgeber und Vermieter in Personalunion, die Ärzte Isaac und Sam.

Die beiden ‚Silberfüchse‘ betreiben eine kleine Klinik in Cattle Valley und sind schon ihr halbes Leben lang ein Paar. Auch wenn sich ein paar Abnutzungserscheinungen in ihre Beziehung eingeschlichen haben, lieben sie sich noch immer und können nicht von einander lassen. Allerdings schweifen ihre Gedanken immer öfters zu dem gutaussehenden Matt. Doch es braucht Zeit, bis sie sich gegenseitig das Interesse und die daraus erwachsenden Gefühle gestehen. Auch Matt fühlt sich zu beiden Männern hingezogen, kommt aber mit seinen eigenen Gefühlen kaum klar und will sich auf keinen Fall zwischen das harmonische Paar drängen.

Wo ein Wille, da auch ein Weg. Und auch wenn alle Männer Bedenken hegen, Unsicherheiten haben und sich den Kopf über eine mögliche Zukunft zerbrechen, verhalten sie sich wohltuend erwachsen und reif – so wie man es aufgrund ihres Alters auch erwarten kann. Selbst Matt, der doch deutlich jünger ist, lässt sich nicht zu kindischen Ausbrüchen oder unerwarteten – sinnlosen – Aktionen hinreißen.

Diese Gesichte wird von Carol Lynne deutlich bedächtiger erzählt. Weder Humor, noch die Erotik kommen zu kurz. Aber durch Matts Erfahrungen im Krieg, ist die Grundstimmung einfach ruhiger und ernster. Mir hat es gefallen, auch wenn ich gerne mehr von Isaac und Sam erfahren hätte. Auch Matt bleibt manchmal nur ein wenig vage beschrieben. Die Geschichte konzentriert sich sehr stark auf die Gegenwart und es kommt eben zu Rückblenden in den Kriegseinsatz Matts.

Von dem Leben davor und seiner Familie erfährt man leider nichts. Trotzdem hat mir die Geschichte gefallen und ich mochte alle drei Helden sehr gern, weil sie eben auch sehr gut zusammenpassen und sehr harmonisch sind, als sie sich dann endlich richtig finden.

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