Eine lockere Sache – Annabelle Jacobs

Patrick, der den Sommer bei seinem Bruder in Bristol verbringen will, hat eine Schwäche für dessen Freund Will. Leider ist Will nicht interessiert und hat einen Freund. Doch inzwischen hat sich bei Will einiges geändert und plötzlich muss Patrick sich mit Will als Mitbewohner auseinanderzusetzen, während Bruder Ben für zwei Wochen in den Urlaub fliegt.

Die Zeit als Mitbewohner von Ben und anschließend von Patrick ist für Will nur begrenzt. Sein neues Haus ist bald bezugsfertig und er brauchte kurzfristig einen Unterschlupf. Auch er sieht der Zeit mit Patrick mit gemischten Gefühlen entgegen. Eigentlich mag er den Bruder seines besten Freundes, doch Patrick ist zu jung, zu naiv und lebt zudem viel zu weit weg. Also will er den höchst interessierten Patrick eigentlich auf Distanz halten. Eigentlich. Doch es kommt dann doch anders, denn das Fleisch ist schwach!

Eine lockere Sache ist eine sehr lockere und teilweise amüsante Geschichte. Da sich die Helden ja bereits kennen, fällt das typische ‚Vorspiel‘ aus. Leider verabsäumt es die Autorin ihren Helden Tiefe zu geben. Sie bleiben blass, vage beschrieben und scheinen so überhaupt keine Vergangenheit zu haben. Es gibt keine Rückblenden oder Erklärungen. Das finde ich sehr schade, denn das hätten sich die Helden schon verdient.

Während Patrick sehr sympathisch ist, konnte Will mich nicht mitnehmen. Er ist älter, reifer und erfahrener. Er müsste es besser wissen und lässt sich dann doch auf Patrick ein. Allerdings reagiert er immer wieder mehr als kalt, unüberlegt und verletzend. Das hätte echt nicht sein müssen und es zeigt nicht gerade von emotionaler Reife, wie er mit Patrick verfahren ist. Es ist natürlich seiner Vergangenheit mit dem Ex geschuldet, aber seine Entschuldigungen waren dann doch etwas lahm.

Nebenfiguren sind Patricks Bruder Ben, der diese aufkeimende Beziehung sehr kritisch sieht und Christian, ein Arbeitskollege von Patrick. Der wirkt total nett, freundlich und hat eine Schwäche für Patrick. Aber er kennt seine Grenzen und erweist sich als echter Freund für Patrick.

Die intimen Szenen waren gut beschrieben, der Plot leider etwas schwach und die Hintergründe der Helden sehr vage beschrieben. Da wäre trotz der Kürze mehr drinnen gewesen und von der Autorin bin ich eigentlich Besseres gewöhnt. Dennoch freundliche 3 Sterne, weil ich Patrick mochte und eben die Sexszenen ganz in Ordnung waren.

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