Going Commando – K.M. Neuhold

 

Seit Jahren ist Royal in seinen besten Freund und Pflegebruder Nash verliebt. Leider hat Nash keine homosexuellen Tendenzen, auch wenn sie schon oft zusammen mit einer Frau im Bett waren. Royal, der nach dem Tod seiner Mutter von Nash‘ Familie aufgenommen wurde, lebt mit Nash in einer WG zusammen und verliert natürlich immer mehr die Hoffnung, dass sich zwischen ihnen vielleicht doch etwas ändern könnte. Doch dann lernt Royal den ehemaligen Marine Zade kennen und er fühlt sich augenblicklich zu dem Schrank von einem Kerl hingezogen.

Eigentlich wollte Zade nur seinen Kumpel Thane besuchen, mit dem ihm eine enge und teilweise auch intime Freundschaft verbindet. Zade hat nun seine Abschied von der Armee genommen und überlegt noch, wie sein weiterer Lebensweg aussehen könnte. Royal gefällt ihm und er findet ihn sehr anziehend. Warum also nicht daten? Und Zade zaudert nicht, auch wenn ihm schnell klar wird wie sehr Royal an Nash hängt und was er für ihn empfindet.

Nash ist hin- und hergerissen. Er gönnt Royal diese Liebelei mit Zade, doch er ist auch eifersüchtig. Ihm wird klar, dass er mehr für Nash empfindet. Aber da ist auch noch Zade, der ihn verwirrt und sein Gefühlschaos weiter verstärkt. Wie kann er plötzlich nicht nur sexuelle Gefühle seinem besten Freund gegenüber haben und sich dabei auch noch zu dessen Freund hingezogen fühlen?

Going Commando ist der Autorin ziemlich gut gelungen und konnte mich wirklich gut unterhalten. Royal, Nash und Zade sind sehr sympathische Helden, die auch schnell ihren Weg in das Herz des Lesers finden. Kennt man den ersten Teil der Reihe, dann sind einem die Helden ja schon bekannt und es fällt in diesem Buch dann auch eine endlose Vorstellungsgeschichte weg.

Erst wird die Beziehung zwischen Zade und Royal behandelt, dann kommt eben Nash hinzu. Es ist gut und spannend zu lesen, wie sie sich alle finden und wie sie sich (neu) kennenlernen. Das gefiel mir sehr gut. Auch weil das ohne künstliches Drama auskommt und doch sehr cozy geschrieben ist. Leider ist die Geschichte generell etwas konfliktarm und als dann plötzlich Royal’s Schwester (von der niemand etwas weiß) auftaucht, hätte das einen wirklich spannenden Erzählstrang ergeben können.

Allerdings geht auch hier alles sehr glatt und fast schon zu schnell. Zumindest für mich und das hat mich dann doch etwas enttäuscht. Da hätte ich einfach mehr erwartet, da das Grundkonzept um Clara und ihre ganz eigenen Probleme echt interessant ist und viele Möglichkeiten eröffnet hätte.

Trotzdem fand ich die Geschichte sehr schön zu lesen und ich empfehle die Geschichte bzw. die ganze Serie sehr gern weiter.

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