Herzensangelegenheiten – Mathilda Grace

Der querschnittgelähmte Devin fühlt sich verfolgt und gestalkt. Dabei ist sein Stalker wirklich gutaussehend und charmant. Aber was soll ein Krüppel wie Devin schon mit dem gutaussehenden Samuel Becks anfangen? Oder besser umgekehrt! Was soll der sportliche und charismatische Samuel mit ihm anfangen? Devin fühlt sich in die Enge gedrängt, denn Samuel ist ziemlich nachdrücklich und zielstrebig.

Dem hat Devin irgendwann nicht mehr viel entgegenzusetzen, auch wenn er große Angst vor dieser Bindung hat. Doch kaum gibt er nach, steht schon das nächste Problem vor der Tür. Samuel, der Vater einer kleinen Tochter ist, muss sich plötzlich um Amber kümmern, da ihre Mutter bei einem Einsatz gestorben ist. Zwar stehen beide Großelternpaare hinter Sam und Devin und bemühen sich zu helfen, doch die Jugendfürsorge meldet Zweifel und Bedenken an. Zwei Väter für ein so schutzbedürftiges Kind erscheinen dem homophoben Dienststellenleiter nicht richtig. Und so müssen Sam und Devin sich die Hilfe von Adrian Quinlan holen, der ihnen in dieser Angelegenheit zur Seite steht.

Außerdem gibt es da noch Samuels Vergangenheit, über die der ehemalige Soldat nicht spricht. Sie lässt ihn nicht los, quält ihn und wird irgendwann auch zur Bürde in seiner Beziehung zu Devin.

Während Devin durch einen Unfall im Rollstuhl sitzt und eben äußerlich versehrt ist, trägt Samuel tiefe Narben auf seiner Seele. Bei einem Kampfeinsatz musste er eine schreckliche Entscheidung treffen, die er niemals wirklich verarbeiten konnte. Sie wirft große Schatten und quält den eigentlich so lebensfrohen und aufgeschlossenen Lehrer sehr.

Obwohl es natürlich wieder viel Geturtel und Klischee gibt, liebe ich diese Reihe einfach. Trotz des geringen Erotikanteils. Aber wie in anderen Rezis schon erwähnt, braucht es bei dieser Autorin nicht. Mathilda Grace kann das auch so. Und auch wenn alle ihre Helden mehr oder weniger ein bissl einen an der Klatsche haben, so sind sie einfach liebenswert und liebenswürdig. Aber auch zutiefst menschlich. Gut, es ist schon mal die ein oder andere männliche Zicke dabei, aber bei diesem Buch war das nicht der Fall.

Devin, aber auch Samuel sind tolle Helden, die einem schnell ans Herz wachsen. Vor allem Devin ist zu bewundern wie er sein Leben meistert und wie er es auch schafft mit Samuel umzugehen, der doch immer wieder eher schwieriges Verhalten an den Tag legt! Wieder eine ganz tolle Geschichte.

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