Kingsley – Jenny Wood

Kingsley Kennedy wirkt wie ein großer, gefährlicher Badboy. Tatsächlich ist er aber ein absoluter Softie und ist es gewöhnt sich um seine Geschwister und engen Freunde zu kümmern. Sein Privatleben ist jedoch überschaubar und One-Night-Stands sind jetzt nicht immer auf der Tagesordnung, auch wenn sie schon mal passieren. Allerdings läuft nun alles schief. Sein ONS ist kein Single und Kingsley wird unfreiwilliger Zeuge eines Beziehungsdramas, das viel tiefer geht als der Betrug seines Hook-ups.

Morgan’s Leben befindet sich in einer Abwärtsspirale. Der junge Künstler erwischt seinen Lebensgefährten bei einem Seitensprung und beendet diese Beziehung. Nun ist er völlig auf sich alleine gestellt und muss mit der Diagnose Hirntumor irgendwie umgehen. Doch Morgan hat nicht mit diesem attraktiven Fremden gerechnet, der sich bei ihm entschuldigt und sein Freund sein möchte. Freunde kann Morgan durchaus brauchen, aber seine Zeit läuft ab. Und niemand kann mit Sicherheit sagen, wie lange er noch leben wird.

Die Geschichte ist echt intensiv geschrieben und hat mich stellenweise wirklich zu Tränen gerührt. Morgan ist ein Pflegekind, das mit dem System kaum gute Erfahrungen gemacht hat. So ist er tatsächlich völlig alleine, als er sich auch noch von seinem Freund trennt. Aber mit diesem Betrug kann er einfach nicht umgehen. Diese unerwartete Freundschaft mit Kingsley scheint erst sehr merkwürdig, vertieft sich aber auch sehr schnell. Und Morgan fragt sich, ob die Gefühle für seinen Ex tatsächlich so tief wie eigentlich gedacht waren.

Kingsley, der seine eigene Mutter an Krebs verloren hat, weiß worauf er sich mit Morgan einlässt. Und er lässt sich auch nicht von gut gemeinten Ratschlägen oder Morgans Distanz abbringen. Egal wie limitiert seine Zeit mit Morgan auch sein mag. Egal wie die Behandlung und die Operation ausgehen mag – Kingsley hat Gefühle für Morgan und er will die Zeit die bleibt, nutzen. Morgan wie Kingsley sind sehr sympathische Helden. Ihre Beziehung mag vielleicht etwas schnell die freundschaftliche Ebene verlassen, aber sie haben vielleicht auch nicht viel Zeit.

Trotz der Kürze der Geschichte bekommt man einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt von Morgan und Kingsley. Es gibt auch einige Rückblenden in ihre Vergangenheit, damit sich das Bild sehr gut abrundet. Auch mit den Helden des ersten Teiles gibt es ein Wiedersehen.

Tolle Geschichte mit sehr sympathischen Helden, die einem sehr schnell ans Herz wachsen.

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