Living Again – Brynn Stein

Als der junge Professor Daniel Larson bei einem Autounfall schwer verletzt wird, braucht er für die Zeit der Genesung eine Pflegekraft. Vom ersten Augenblick ist er von dem Pfleger Jonah fasziniert und fühlt sich zu ihm hingezogen. Das erste Mal seit er seinen Freund und Liebhaber im Krieg verloren hat, empfindet er wieder etwas für einen Menschen. Doch Jonah ist sein Pfleger und nichts deutet darauf hin, dass er Daniels Gefühle erwidert.

Dabei beruht diese Anziehung auf Gegenseitigkeit. Aber Jonah versucht so professionell mit Daniel umzugehen. Da sie allerdings den ganzen Tag zusammen verbringen, lernen sie sich natürlich besser kennen. So erzählt Jonah von seinem Neffen, der schwerbehindert ist und viel Aufmerksamkeit braucht. Im Gegenzug erfährt er von Tom, Daniels großer Liebe.

Im Laufe der Zeit lernt Daniel dann Ethan kennen, der nach dem Tod seiner Mutter von Jonah adoptiert wurde. Trotz seiner vielen Erkrankungen und Beeinträchtigungen, ist Ethan ein fröhliches und aktives Kind. Sehr schnell gewöhnt sich Daniel an den Jungen und schliesst ihn in sein Herz – so wie Jonah. Doch nicht jeder ist mit dieser Entwicklung zufrieden. Daniels Onkel – der homophobe Larry – versucht diese Freundschaft von Anfang an zu sabotieren.

Living Again ist ein Buch, das mich ein wenig ratlos zurücklässt. Und auch etwas unvollständig. Die Geschichte beginn sehr nett und die Erzählweise ist flüssig und gelungen. Schnell sind die Rollen klar verteilt und je länger sich Jonah und Daniel kennen, desto mehr nimmt das Knistern zwischen ihnen zu. Leider bleibt es beim Knistern. Es gab für mich keine ‘Wow-Effekt’ und irgendwann zieht sich das Buch auch nur noch wie ein Kaugummi.

Schuld daran sind die Helden, die entweder völlig betriebsblind oder aber sich lieber in ihr Schneckenhaus verkriechen. Selbst Onkel Larrys gemeinen Interventionen konnten dann das Ruder nicht mehr herumreissen. Mit meiner Bewertung bin ich noch sehr freundlich gewesen, aber mehr war wirklich nicht drin. Außerdem finde ich das Cover völlig unpassend – Ethan ist ganz eindeutig ein Junge und kein Mädchen.

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