Love in the Line of Fire – Michael Murphy

Jonah Pratt ist für die Sicherheit des First Husband verantwortlich und nimmt seine Aufgabe äußerst ernst. Als bei einem Zwischenfall einer seiner Agenten stirbt und sich dabei auch noch ein Zivilist (wenn auch sehr professionell) einmischt, erlebt Jonah eine schwierige Zeit, in der er seine eigenen Fähigkeiten in Frage stellt. Einen Mann, der auch noch ein Freund war, zu verlieren, schlägt sehr auf seine Psyche nieder.

Benji, der Zivilist, kennt dieses Gefühl. Er war im Krieg und hat dabei Freunde und Kameraden verloren. Zurück im Zivilleben, versucht er sein Leben neu zu ordnen, studiert und sucht eigentlich nicht nach einer Beziehung. Doch Jonah kommt in sein Leben und bleibt – irgendwie. Erst scheint es Freundschaft zu werden, doch dann kommen sich die beiden Männer näher und öffnen sich einander weiter. Doch Benji leidet an PTSD und Jonahs Job bringt ihn immer wieder in Gefahr.

Je mehr er für Jonah empfindet, desto schwerer kann Benji mit dessen Job und der Gefahr umgehen. Und Jonah lebt für seinen Job. Vor Benji hatte er auch kein Privatleben und seine Kollegen wissen weder von seiner Homosexualität, noch von Benji. Das wird spätestens bei einem weiteren Zwischenfall zum Problem. Denn als Jonah schwer verletzt wird, kann Benji alles nur aus der Ferne beobachten, hoffen und bangen. Und dann scheint plötzlich alles verloren, aus und vorbei.

Der Plot hat mich von Anfang an fasziniert, aber ich war mir unschlüssig ob ich es wagen soll. Doch Michael Murphy konnte mich sehr schnell fesseln und bei Laune halten. Der Schreibstil ist sehr flüssig, phasenweise humorvoll und sehr intensiv. Benji hat noch immer Schuldgefühle und leidet unter den Folgen des Krieges. Bei ihm kann Jonah seine Probleme artikulieren und findet Verständnis.

Mir gefiel es sehr gut wie sie sich kennenlernen, sich annähern und eben sehr nahe kommen. Jedoch geschieht viel in Gesten, Berührungen und Blicken. Es fällt ihnen beiden schwer über Gefühle zu sprechen, auch wenn sie diese enge Verbindung spüren und sich durchaus darauf ein lassen können.

Es gibt im letzten Drittel dann einen Bruch zwischen den Protagonisten. Erst vermag es der Leser nicht zu verstehen, doch dann klärt sich das Bild und Michael Murphy versteht es dann sehr geschickt, nachvollziehbar aber auch gefühlvoll Jonah und Benji wieder zueinander zu führen. Das hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt hatte ich seinen sehr guten Eindruck von der Geschichte und werde wohl bald ein weiteres Buch lesen, das in diesem Umfeld spielt.

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