Mr. Jaguar – K.A. Merikan

Ausgerechnet im Nirgendwo an einer schäbigen Tankstelle trifft James auf Mike. Die beiden Männer haben eine gemeinsame Vergangenheit und die ist nicht besonders angenehm für James gewesen. Denn während Mike ein erfolgreicher und beliebter Sportler war, wurde James von Mike und seinen Teamkameraden an der High School gemobbt und gequält. Der Grund? James Homosexualität. Sehr demütigend für James, der insgeheim immer eine Schwäche für Mike gehabt hat. Doch James hat dieses Mobbing überstanden und hat etwas aus seinem Leben gemacht.

Mike hingegen ist ganz unten. Seine eigenen sexuellen Neigungen hat er immer versteckt und nach dem Coming Out wurde er von seinem Vater aus dem Haus geworfen. All seine Träume haben sich in Luft aufgelöst und er kann froh sein einen mies bezahlten Job an einer Tankstelle zu haben. James‘ Auftauchen ist ein Schock für Mike. Denn James hat es zu etwas gebracht. Da macht ihm James ein Angebot, das Mike kaum ausschlagen kann und Mike wirft seinen Stolz über Board. Was hat er schon zu verlieren? Nur seinen Stolz, oder vielleicht mehr …..

K.A. Merikans Kurzgeschichte liest sich einfach und flott durch. Es gibt keine Längen und auch keine ausartenden Sexorgien. James und Mike haben wie gesagt eine gemeinsame Vergangenheit. Und diese wird während ihrer Zeit aufgearbeitet. Dabei wird natürlich auf Mikes Verhalten eingegangen und es klärt sich auch viel auf. Allerdings bleiben die Helden etwas oberflächlich. Vor allem von James erfährt man so gut wie nichts und auch Mikes Leben wird nur angerissen. Gewichtung bekommt da nur der Betrug durch seinen Bruder und das Verhalten seines Vaters.

Die Geschichte hat einen Hauch von Pretty Woman. Reicher Kerl gabelt den Looser auf und bezahlt ihn für ein Wochenende. Allerdings ist bei Merikan Sex erstmal kein Teil der Abmachung. Für eine Kurzgeschichte langt der Plot, allerdings wird die Geschichte eher nicht im Gedächtnis bleiben. Dazu gibt es einfach zuwenig Tiefe und jetzt eine ergreifende Wendung in der Geschichte.

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