Nachtisch für Zwei – Mary Calmes

Boone Walton betreibt eine Kunstgalerie in New Orleans und ist damit sehr erfolgreich. Richtig enge Beziehung führt er keine, nur den Koch und Restaurantbesitzer Scott Wren lässt er nahe an sich heran. Boones andere Freunde sehen das skeptisch und behaupten, dass der etwas verpeilte Scott Boone möglicherweise ausnützen würde. Und tatsächlich gibt es wohl nichts, das Boone nicht für Scott tun würde.

Dabei hat Scott gar kein Interesse Boone auszunutzen. Er will ihn für sich gewinnen, doch Boone hält ihm immer geschickt auf Distanz und lässt Scott dabei immer wieder auflaufen. Also muss Scott härtere Geschütze auffahren und versucht es mit einem Rezept aus einem alten Kochbuch, das er zufällig gefunden hat.

Am Anfang bekommt man von Scott einen völlig falschen Eindruck. Und ich vermute, das war auch durchaus von Mary Calmes so gewollt. Man hat das Gefühl, dass er wirklich oberflächlich ist und keine Skrupel hat Boone auszunutzen. Doch das löst sich mit der Zeit Stück für Stück auf und beim Showdown zwischen Boone und Scott wird dem Leser dann alles klar, was sich natürlich im Laufe der Geschichte auch schon abgezeichnet hat.

Der letzte Teil dieser Reihe hat mir wieder richtig gut gefallen. Die Geschichte ist richtig schön, cozy und auch romantisch geschrieben. Boone muss erst aus seinem Schneckenhaus hervorgeholt werden und Scott ist zum Ende hin ein wirklich guter und starker Charakter. Das hätte man zu Beginn von ihm gar nicht erwartet. Boones Vergangenheit lastet wie ein Mühlstein um seinen Hals und gibt der Story phasenweise einen etwas düsteren Touch. Doch auch dieser Teil von Boones Leben wird am Ende hin gut aufgelöst und vieles wird dem Leser klarer und verständlicher.

Gelungener Abschluss für eine etwas durchwachsene Reihe!

 

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