Nebel der Erinnerung – Mathilda Grace


Nach einem Jahr Auszeit, die ihn auf verschiedene Kontinente geführt hat, ist Noah Kendall zurück in den USA. Doch anstatt sich selbst und die Erinnerung an sein früheres Leben gefunden zu haben, ist Noah noch immer verwirrt und mit der ganzen Situation überfordert. Aber wo soll er hin? Was soll er machen? Alle Erinnerungen sind ausgelöscht und die Bande zu seiner – angeblichen – Familie existieren nicht mehr. Und dann ist da noch das extrem gespannte Verhältnis zu seinem Vater Nick!

Wider Erwarten zieht Noah jedoch einen gutbezahlten Job an Land. Allerdings tauchen dabei gleich neue Probleme auf. Noah fühlt sich zu einem seiner Auftraggeber – Tom – hingezogen. Und dieser scheint das Gefühl zu erwidern. Obwohl er verheiratet ist. Und Tom ist ausgerechnet mit Eric verheiratet, der Noah ganz offensichtlich überhaupt nicht leiden kann. Und das schon, bevor es zwischen Tom und Noah geknistert hat.

Dabei führen Tom und Eric eine offene Ehe und Tom hat immer wieder Liebhaber, während Eric sich auf die Rolle des Voyeurs beschränkt. Doch Tom bleibt hartnäckig und Noah kann ihm nicht widerstehen. Doch auch der dunkle und düstere Eric hat eine anziehende Wirkung auf Noah. Jedoch ist und bleibt Eric sehr distanziert, hart, rüpelhaft und auch oft sehr ausfallend. Zudem scheint Eric eine gewalttätige Vergangenheit zu haben, die auch Tom nicht verschont hat.

Noah ist jedoch sehr starrsinnig und beharrt auf seinem Weg – auch wenn er damit weiter seinen Vater Nick aufbringt und auch noch Tyler, Nikos Mann, auf den Plan ruft. Denn auch der Polizist kennt Eric und Noah. Und er warnt Noah eindringlich vor Erics gefährlicher Ader. Nur langsam entspannt sich das Verhältnis der Männer untereinander. Doch immer wieder gibt es Rückschläge, Verletzungen und Streit.

Der Weg zu einer harmonischen und glücklichen Beziehung ist hart, steinig und zermürbend. Zudem Noah ja noch immer die Erinnerung an seine Vergangenheit fehlt. Inzwischen tauchen jedoch immer wieder kleine Fetzen der Erinnerung auf, von denen Noah sich jedoch nicht zu sehr beeinflussen lassen möchte.

Ein toller Abschluss der Ostküsten-Reihe! Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Wie schon der Teil um Liam ist auch dieses Buch düster, schwermütig und oft sehr deprimierend. Doch es fügt sich zusammen was zusammen gehört und die Autorin gibt ihren gebrochenen Helden auch genug Zeit sich kennenzulernen und sich aufeinander einzulassen. Für mich persönlich war Eric die interessanteste Person dieser Menage, während Noah oft zu irrational und auch kindisch reagiert hat. Und auch Vater Nick strapazierte mehr als einmal mein sowieso schon angegriffenes Nervenkostüm. Dennoch gibt es wieder 5 sehr zufriedene Sterne!


Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 361
Serie: Ostküstenreihe (10)

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