Regret – Christina Lee

Brin hat Glück im Unglück. Ein Wasserschaden macht seine Wohnung unbewohnbar, doch sein Arbeitskollege Elijah bietet ihm eine Wohngelegenheit an. Allerdings ist dessen Mitbewohner Nick jemand aus Brins Vergangenheit. Und Brin, wie auch Nick sind entsprechend schockiert, als sie sich nach über zehn Jahren wiedersehen. Doch irgendwie müssen sie sich arrangieren, auch wenn die Spannungen zwischen den beiden Männern nicht zu übersehen sind.

Für Brin und Nick ist es alles andere als leicht. Die Vergangenheit hängt wie eine schwarze Wolke über ihrem Zusammenleben. In ihrer Jugend hat Nick etwas Unverzeihliches getan und Brin kann weder vergessen, noch vergeben. Doch Nick trägt noch mehr Schuld mit sich herum und auch Brin hat noch andere Probleme als die unbewältigte Geschichte, die ihn mit Nick verbindet.

Regret ist eine sehr intensive Geschichte. Die Helden Brin und Nick sind sehr vielschichtig beschrieben und sie machen es sich nicht leicht. Nick hadert nicht nur mit der Gegenwart, sondern auch der Vergangenheit. Dabei spielt vor allem seine Familie und der Verlust eines geliebten Menschen eine Rolle. Brin hingegen hat Schwierigkeiten mit seinem Vater, der ihn scheinbar immer auf Distanz hält und er fühlt sich nicht so geliebt wie sein jüngerer Bruder, der mit dem Vater viel besser klar kommt.

Christina Lee beschreibt es fabelhaft wie Brin und Nick ihre Vergangenheit Stück für Stück bereinigen. Sie sind so bedürftig und verletzlich, dass sie sich gleichzeitig hinter einer Mauer von Abweisung, Scharfzüngigkeit und Angriff verstecken. Der Leser ist versucht schnell Partei zu ergreifen. Doch hinter Nick verbirgt sich eine wirklich schlimme Geschichte, die ihn bis in die Gegenwart nicht loslässt.

Ich muss gestehen, dass ich zum Ende hin die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Es war einfach zu traurig und erschütternd von seinem Verlust und der unfassbaren Einsamkeit zu lesen. Aber es ist auch eine Geschichte die Hoffnung macht und mir gefiel vor allem die Entwicklung von Brin sehr gut, der zu wirklich großer Stärke findet. Absolute Leseempfehlung!

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