Resonate – Talia Carmichael

Wann immer Gerald Ramirez und Bur Jenkins aufeinandertreffen, dann knallt es. Die Männer sind sich nicht besonders und grün und mögen sich auch nicht wirklich. Gerald hat starke Vorbehalte Bur gegenüber, den er für einen arbeitsscheuen Schmarotzer hält, der Harper ausnutzt und auf Kosten seiner Brüder Del und Bernie lebt. Dabei ist Bur für Haper Therapie pur und hilft dem trauernden Harper wieder auf die Beine. Gerald, der der beste Freund und Kollege des verstorbenen Karls war, fühlt sich zurück gesetzt und versteht auch die Welt nicht mehr.

Allerdings hat mit der Zeit die Intensität der Kabbeleien abgenommen und Bur flirtet auch schamlos mit Gerald, der mit Männern per se nichts anfangen kann. Mit der sexuellen Orientierung seiner Freunde hat Gerald jedoch kein Problem. Nur Bur – Bur regt ihn auf. Bis zu dem Tag, an dem er begreift, dass sich zwischen ihnen etwas geändert hat. Und dass er beginnt ihn mit anderen Augen und vor allem wachsendem Interesse zu sehen.

Resonate erzählt nun die Geschichte des zweiten Drillings – Bur. Dieser ist ein millionenschwerer Frührentner, der sich mit seiner Band aus dem Musikbusiness zurückgezogen hat. Doch seine Vergangenheit hütet Bur. Vor allem Gerald gegenüber, den er immer wieder provoziert. Bur hat wie seine Brüder eine harte Kindheit überlebt und kämpft noch immer mit den Folgen der Gewalt und des Mißbrauchs. Jedoch ist er nicht zu stolz und nimmt wie Bernie therapeutische Hilfe an.

Von diesen Dingen weiss Gerald jedoch nichts. Er befindet sich selbst in einer Phase der Neuorientierung. Zum einen ist da Bur, der ihn immer wieder provoziert und verwirrt. Dann der unverarbeitete Tod Karls, der Gerald noch immer sehr belastet. Genauso wie das angeknackste Verhältnis zu Harper, für den er doch eigentlich nur das Beste möchte.

Der dritte Teil der A Something in Common-Reihe von Talia Carmichael beinhaltet wieder viel Humor, Witz und Erotik. Doch unterschwellig ist da dieses Drama, das die drei Jenkins-Brüder umgibt. Stück für Stück brechen die Mauern weg und offenbaren das Grauen, dass Del, Bernie und Bur durchleiden mussten. Es ist jedoch nicht so dramatisch, dass der Leser selbst gleich in Depressionen verfällt. Die Autorin hat das richtige Gespür für Drama, Hoffnung und Lebensfreude. Es macht auch wahnsinnigen Spass von den bereits zusammengefundenen Paaren zu lesen und wird neugierig auf die noch zu vermittelnden Jungs.

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