Montagsfrage: Wie wichtig ist es dir gelesene Bücher zu rezensieren? Versuchst du alle zu rezensieren oder nur bestimmte?

 

Mitten in den Renovierungsarbeiten auf dem Blog erreicht mich nun die neueste Montagsfrage vom Blog Bücherfresserchen. Rezensionen. Gutes Thema. Aber ist jedes Buch es auch wert besprochen zu werden? Da streiten sich zwei Seelen in meiner Brust. Ich würde wirklich gern jedes Buch vorstellen und besprechen, das ich auch lese. Egal ob nun Original oder Übersetzung. Inzwischen bin ich auf einem ganz guten Weg.

Aber manchmal, da fehlen mir auch die Worte um meine Eindrücke widerzugeben. Und manchmal ärgere ich mich einfach nur über verschwendete (Lebens-) Lesezeit, wenn ein Buch meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Auch negative Buchbesprechungen bzw. Rezensionen müssen geschrieben und in Form gebracht werden. Dazu noch die Absprache mit den Bildrechten und die zusätzlichen Informationen. Ja und auch das kostet Zeit. Zeit, die ich eigentlich dafür nicht verschwenden möchte – wenn mir das Buch eh auch schon nicht gefallen hat oder es eben bis zum Koma belanglos war.

Grundsätzlich wird jedes Buch hier im Blog erwähnt. Entweder bei einer Buchbesprechung oder spätestens am Monatsende, wenn ich meinen Monatsrückblick mache.

 

Montagsfrage: Welches technische Gerät verwendest du zum Bloggen? Bloggst du auf dem Handy, Tablet, Notebook, PC oder auf etwas ganz anderem?

Da heute mal ein wenig Luft nach oben ist, kann ich die Montagsfrage mal wirklich an einem Montag beantworten. Das sollte ich mir dringend im Kalender markieren. ^^

Die Frage von Blog Bücherfresserchen ist leicht zu beantworten. Laptop zu Hause und normaler Rechner im Büro. Mit dem Handy könnte ich niemals bloggen. Das Display ist viel zu klein und die Tastatur viel zu unhandlich. Ich bewundere alle zutiefst, die ihr halbes Leben über das Handy koordinieren können. Ich kann nur die Basics und selbst dann beschert mir die böse Autokorrektur die fürchterlichsten Wort- und Satzkreationen. Fürs Bloggen und Rezensieren also völlig unpassend – außer man möchte sich zum Kasper machen.

Ich habe zwar auch noch ein Tablett mit Tastatur, aber selbst das nutze ich nur zum Vorverfassen von Rezensionen, wenn ich auf Reisen bin. Ohne Maus bin ich nix und hilflos. Also immer schön mit Laptop oder Rechner.

Montagsfrage: Wie viel bedeuten euch beim Bloggen über Bücher die Zahlen? Follower, Likes, Shares…macht ihr euch etwas daraus?

Heute schaffe ich die Montagsfrage vom Blog Bücherfresserchen auch wirklich am Montag zu beantworten. ^^ Aber zwischen dem ersten Kaffee und dem montäglichen Bürowahnsinn sollten sich doch ein paar Zeilen zu diesem nicht unwichtigem Thema ausgehen.

Ich persönlich habe keine Botschaft für die Menschen draußen. Ich sehe mir auch nur ganz selten die Reichweite meiner Beiträge an, oder werfe auch nur ab und zu einen Blick auf die tatsächlichen Follower. Tatsache ist, dass ich über Bücher blogge, die nur wenig Resonanz hervorrufen. Zudem lese ich die meisten Bücher auf Englisch, was dann das Interesse der anderen Leser noch weiter einschränkt.

Ursprünglich war der Blog als persönliches Lese- und Bucharchiv gedacht. Goodreads hat zwar so seine Berechtigung und ich möchte diese App auch nicht missen, aber hier bin ich meine eigene Hausherrin und kann meinem Listenwahnsinn und meinen Übersichten kreativ und verspielt meinen Lauf lassen.

Natürlich freue ich mich über Rückmeldungen, Likes und Vernetzungen – das tut doch jeder Blogger. Und natürlich freut man sich auch über Interaktionen mit anderen Bloggern. Selbst mit solchen Bloggern, die völlig andere Genres und Geschichten lesen. Lesen ist Kino im Kopf und es ist für mich persönlich völlig unwichtig welches Kopfkino der andere bevorzugt. Hauptsache glücklich und zufrieden!

Allerdings habe ich nicht das Bedürfnis etwas für andere zu schreiben. Also ich lasse meine Leser gern an meinen gelesenen Büchern, meinen Eindrücken dazu und Fundstücken teilhaben, aber ich mache meine Leseliste jetzt nicht von den Erwartungen oder Vorlieben meiner Follower abhängig.

Ich versuche auch keine Follower zu lukrieren indem ich Gewinnspiele oder Umfragen initiiere. Dazu fehlen mir nicht nur die Zeit, sondern auch die Laune, das Interesse und vor allem die finanziellen Möglichkeiten. Und es gibt genug anderen Blogs und Autoren, die sich gern mit solchen Dingen beschäftigen. Mein Fall ist es nicht und ich schreibe lieber über die Bücher, die ich gelesen habe oder noch lesen werde.

Und deswegen werde ich mich auch nicht vor einigen hartnäckigen ‚Stalkern‘ unterkriegen lassen, die meinen meine Buchauswahl bzw. die Sprache der Bücher und den Blognamen kritisieren zu müssen. GayLesen ist ein bewusst gewählter Name und ein kleines Wortspiel, das mir gefällt. Ob ich nun auf Deutsch oder Englisch lese, das ist genau einzig und allein meine Sache. Das wollte ich immer schon einmal loswerden. ^^ Und so werde ich mit GayLesen meiner Linie treu bleiben und hier Bücher vorstellen, die vielleicht nicht immer den Geschmack aller treffen oder die es eben (noch) nicht in der Übersetzung gibt. Vielleicht fühlt sich ja auch jemand motiviert es ebenfalls mit der englischen Sprache zu versuchen.

 

Montagsfrage: Hast du bestimmte Rituale, z.B. ein bestimmtes Buch jedes Jahr zu lesen oder ein Genre zu testen, das dich eigentlich wenig anspricht etc.?

Wieder bin ich etwas später dran um die Montagsfrage vom Blog Buchfresserchen zu beantworten. Aber da musste auch erst ein wenig in mich gehen. Rituale? Gern. Seltsam? Ja, gelegentlich.

Ich lese wahninnig gern Weihnachtsgeschichten, wenn es dann in Richtung Advent und Weihnachten geht. Dabei greife ich natürlich auch sehr gern auf längst veröffentlichte Bücher, suche aber natürlich auch immer wieder nach neuem Stoff.

Einmal im Jahr mache ich aber auch einen Re-Read von meinen Lieblingsreihen. Sind sie noch nicht abgeschlossen, dann natürlich direkt vor der Veröffentlichung des nächsten Teils. Das erhöht dann die Vorfreude auf die neue Geschichte.

Weiters liebe ich es zu stöbern. Regelmäßig stöbere ich bei Amazon und bei Goodreads nach neuen und alten Büchern, die mich ansprechen könnten. Gleichzeitig verfolge ich auch sehr viele Autoren bzw. Verlage um immer auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein.

Dieses Jagdfieber packt mich dann schon zwei, drei Mal im Monat und lässt sich auch gar nicht abstellen. 😀 Außerdem räume ich einmal im halben Jahr meinen Calibre auf und meine Listen bei Goodreads bzw. die Wunschzettel auf Amazon werden ebenfalls zwei Mal im Jahr gründlich überprüft. Klingt alles ein wenig schräg? Mag sein, aber diesen Spleen leiste ich mir einfach.

 

Montagsfrage: Habt ihr bestimmte Angewohnheiten beim Lesen?


Mhm also eigentlich bin ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung sehr pflegeleicht. Ich kann immer und überall lesen. Ich habe auch immer meinen Reader in der Handtasche. Sicher ist sicher. Da ich viel Zeit in Warteräumlichkeiten bei Ärzten, Krankenhäusern und anderen Schamanen zubringe, ist das auch überlebensnotwendig. Dabei ist mir auch völlig egal wie laut es dort zugeht. Ich kann auch neben TV-Lärm, Kindergewinsel und Fluchereien von Halbwüchsigen beim Online-Spiel sehr gut lesen.

Eine besonders schräge Angewohnheit ist es, nach einer Weile, das Ende das Buch zu lesen. Natürlich nur bei den Schmonzetten und Romanzen. Lese ich mal einen Thriller oder Krimi, dann tu ich das natürlich nicht. Aber bei einem Buch mit Happy End, nehme ich der Geschichte damit ja nicht so wahnsinnig viel Spannung.

Ich kann schon das entsetzte Aufkeuchen mancher Leser vor mir sehen und hören, aber diese Marotte kann ich einfach nicht ablegen. Weder bei Übersetzungen, noch bei englischen Originalen.

Während ich ein Buch lese, stöbere ich oft auch noch nebenbei bei Goodreads (via Handy) um nachzusehen, ob das Buch noch eine Fortsetzung hat oder wer das Paar der nächsten Geschichte sein könnte.

Zudem neige ich auch oft einige Bücher ’nebeneinander‘ zu lesen. Manchmal brauch ich einfach etwas Abwechslung. Vor allem dann, wenn eine Geschichte besonders dramatisch ist.