Tattoo 1: Im Zeichen des Drachen – Rigor Mortis

Ohne es zu wissen, wird die Menschheit vor paranormalen Wesen – wie Vampire oder Werwölfe – beschützt. Dieser Krieger entstammen der Rasse der ‘Vitae essentia’. Das Schicksal der Krieger ist auch vorherbestimmt. Von einer Seherin erhalten sie ein Tattoo, welches bis an Ende des Kriegerlebens für diesen bestimmend ist. Dieses Tattoo spielt auch eine Rolle bei der ‘Partnerwahl’. Denn trifft ein Krieger auf seinen Partner bzw. seine Partnerin, so wird das Tattoo auf den Partner übertragen. Jedoch ist es völlig irelevant, ob Krieger und Partner von dieser Konstellation begeistert sind. Viele Optionen bleiben ihnen nicht.

So hadert auch der Krieger und Anführer der Gemeinschaft William mit dem Schicksal. Ausgerechnet ein Mann wurde zu seinem Partner voherbestimmt. Und das, obwohl William nun wirklich keine homosexuellen Tendenzen zeigte. Auch wenn er durchaus tolerant ist und seine Umwelte leben lässt wie sie möchte. Doch für sich selbst hätte er sich eine Frau gewünscht. Genauso Sam – der nun an einen höchst unwilligen und unduldsamen William gebunden ist.

Sam fühlt sich generell mit der Situation überfordert und auch seine Erziehung macht es für ihn nicht leichter. Allerdings spüren William und Sam sehr schnell die Konsequenzen, da sie sich auf diese Paarung einfach nicht richtig einlassen (können). Partner sind emotional und körperlich von einanander abhängig und der Energieaustausch funktioniert eben nur über die körperliche Ebene. Eine Dilemma! Und doch beginnen sie aneinander zaghaftes Interesse zu entwickeln. Möglich, dass sie ja auch überleben können, wenn sie sich auf eine engere Freundschaft einlassen.

Und doch hat das Schicksal völlig andere Pläne, denn Sam wird bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt und nun hängt es an William – der doch eigentlich der Anführer der Krieger ist – Sam am Leben zu erhalten.

Dabei beide Männer eben mit einer weiblichen Partnerin gerechnet haben, sind bei der Geschichte Schwierigkeiten vorprogrammiert. Jedoch wurde auf unnötige und an den Haaren herbeigezogenen Probleme verzichtet. Wirklich eine Wohltat. So haben Sam und William eben große Probleme diesen ihnen zugemuteten Partner zu akzeptieren. Nicht nur in sexueller Hinsicht. Denn William ist ziemlich dominant und kann schön aufbrausend sein. Während Sam leicht zu verletzen ist. Dennoch wird schön erzählt wie sie sich Stück für Stück kennenlernen und dann doch Interesse entwickeln.

Für mich stellte sich eigentlich nur die Frage inwieweit diese Partnerschaftssache Einfluss auf den freien Willen von Krieger und Partner haben. Klar, sie entwickeln Interesse aneinander. Aber eben nur durch diesen unfreiwilligen Bund? Und dem Wissen, dass sie einanander zum Überleben brauchen? Oder gab es doch schon homosexuelle Neigungen, denen William nie nachgegeben hat. Bei Sam sieht die Sache anders aus – aber das wird nicht verraten!

Eine wirklich gelungene Kurzgeschichte, an der des nur wenig zu kritisieren gibt. Der Schreibststil ist flüssig und wirklich sehr, sehr fesseln. Zwar fokussiert sich der Autor/die Autorin auf die Geschichte zwischen William und Sam, lässt jedoch auch einige Informationen über die Vitae essentia einfliessen. Für mich war das leider etwas zu wenig. Ich hätte gerne mehr über diese Rasse erfahren. In welcher Gesellschaftsstruktur sie genau lebt und welche anderen Kreaturen es noch gibt. Dennoch konnte mich das Buch überzeugen – die nächsten Teile liegen bereits auf dem Reader!

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