Test Drive – Riley Hart

Justins Vater Larry bleibt nicht mehr viel Zeit. Er weiss, dass er an Krebs sterben wird. Doch er will sich mit seinen Kindern aus einer früheren Beziehung aussöhnen. Geschwister, von denen Justin keine Ahnung hatte und von denen er nichts weiss. Landon und Shannon knüpfen nur vorsichtig eine Beziehung zu Justin, der von der ganzen Situation überfordert ist. Und doch bleibt er an der Seite seines sterbenskranken Vaters und begleitet ihn in einen anderen Bundesstaat; lässt sein altes Leben vorerst ruhen.

Während Larry die Beziehung zu seiner früheren Frau und den Kindern erneuert, bleibt Justin irgendwie auf der Strecke und alleine. Doch da lernt er Drew kennen – Shannons Schwager. Und Drew spürt eine unerwartete und positive Verbindung zwischen sich und Justin. Beide sind sie irgendwie einsam und stehen nun etwas ausserhalb. Überraschend schnell schliessen sie Freundschaft und ihre Beziehung vertieft sich genauso schnell.

Drew wird für Justin zu einem Anker und nicht nur zu einem Liebhaber, sondern zu einem wichtigen Freund. Drew hingegen macht mit Justin seine ersten richtigen homosexuellen Erfahrungen. Er weiss schon lange, dass er bisexuell ist, hatte aber bislang keine wirkliche Gelegenheit diese Seite auszuleben. Was als Freundschaft beginnt, wird schnell mehr und für beide Männer sehr intensiv. Doch am Ende werden sich ihre Wege trennen, denn ihre Welten kollidieren nur für diesen Moment. Eigentlich!

Awwwww – was für ein schönes und gefühlvolles Buch. Die Geschichte von Justins Bruder Landon und Rod (Shifting Gears) konnte mich ja leider nicht ganz überzeugen. Doch Justin und Drew sind einmalig und ihre Geschichte ist berührend und herzzerreissend. Dieses Mal kommt Riley Hart ohne viel Drama aus, das die Geschichte nur unnötig aufgeplustert hätte. Sie konzentriert sich sehr stark auf ihre Protagonisten, die irgendwie ins Straucheln gekommen sind und sich neu orientieren müssen.

Drew, wie auch Justin verfügen über sehr viel Tiefe und sind dem Leser sofort sympathisch. Die Autorin schafft es gekonnt ihre Gefühlsverwirrungen, Sorgen, Ärger und Frustration zu beschreiben, ohne dass einer von ihnen kindisch oder nervig wirkt. Dankenswerterweise gibt es auch kein überflüssiges Drama um Drews Bisexualität oder seiner Beziehung zu Justin, die natürlich ans Licht kommt.

Test Drive ist nicht nur eine romantische Liebesgeschichte, die mit sehr heißer Erotik aufwartet. Die Geschichte erzählt auch von Freundschaft, Bindungen, Vertrauen, Verzeihen und viel Familie, die nicht immer perfekt ist. Volle Leseempfehlung von mir.

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