The Half of Us – C. Cardeno

Nach anstrengenden Tagen im Operationssaal und Krankenhaus sucht der Chirurg Jason Garcia Entspannung in einer der vielen Bars Las Vegas. Interessiert ist er nur an einem schnellen One Night Stand. Keine Gespräche, keine Telefonnummern und schon gar keine Gefühle. Nach einem harten, frustrierenden Tag trifft er eines Nachts auf Abe Green. Jünger, attraktiv, humorvoll und anziehend. Abe, der eigentlich nicht auf schnellen Sex steht, fühlt sich von Jason angezogen und beschließt der Versuchung nachzugeben. Einmal. Und Jason soll sein Geburtstagsgeschenk sein. Ein einmaliges Erlebnis. Wochen später treffen sie wieder aufeinander und es wiederholt sich.

Doch für Jason hat sich etwas verändert. Er hat sich verändert. Obwohl er ein Einzelgänger ist und keine Beziehung zu einem Mann sucht, bekommt er den freundlichen und so offenen Abe nicht aus dem Kopf. Aus einem One Night Stand wird eine lockere Beziehung, die jedoch plötzlich auf der Kippe steht. Denn es stellt sich heraus, dass Abe der Lehrer von Jasons Tochter Kris ist. Jason ist jedoch nicht der Betrüger, den Abe in ihm vermutet. Schon seit Jahren ist er von seiner Ex Angela geschieden und friedlich teilen sie sich das Sorgerecht für Kris und Donny.

Jason hat eine bestimmte Vorstellung einer Familie. Doch Abe stellt schliesslich alles auf den Kopf. Abe ist geduldig, freundlich und offenherzig. Also alles das, was Jason nicht ist. Stück für Stück schleicht er sich in das Herz des arroganten und ungeduldigen Chirurgen. Und Abe wird schnell ein wichtiger Teil von Jasons Leben. Als es mit den Kindern zu Problemen kommt, erweist sich Abe als kühler Kopf, der nicht das Weite sucht, sondern für Jason zum stabilen Rückhalt wird.

Abe und Jason sind so wunderbar unterschiedlich, doch liebenswürdig und liebenswert. Die Geschichte wird relativ unaufgeregt erzählt und der Erotikanteil ist in diesem Teil sehr hoch. Doch das passt zu den Protagonisten und auch zu dem Plot. Da Jason und Angela schon lange geschieden sind, gibt es hier kein Drama. Auch die Kinder wissen Bescheid, dass ihr Vater schwul ist. Ausserdem haben sie längst ein Alter erreicht, wo sie die Neigungen ihres Vaters verstehen. Doch auch Kris und Donny haben Probleme. Hier sind nun die Eltern gefordert, aber auch Abe bringt sich ein. Und hier wird dann aus ihnen allen eine große Familie.

Der vierte Teil dieser Reihe hat mir sehr, sehr gut gefallen. Für mich der beiste Teil der Serie. Die Geschichte ist romantisch, aber nicht verkitscht. Jason wirkt schon ziemlich spröde und herablassend. Doch er hat natürlich auch seine guten und freundlichen Seiten. Die lockt aber erst Abe hervor. Der ist absolut sympathisch und einfach nur knuddelig. Selbst Donny, der ein typisch pubertierender Tenager ist, kann sich Abe’s Freundlichkeit und Großzügigkeit nicht entziehen. Volle Leseempfehlung und Keeper-Status.

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