The Heart As He Hears It – A.M. Arthur

Seit einem Jahr hat Isaac Gregory nicht mehr das Haus verlassen. Der junge Mann, der schon soviele Verluste, Tragödien und Gewalt in seinem Leben ertragen musste, lebt völlig isoliert und hat längst Ticks entwickelt. Kontakt zu seinen Verwandten hat er kaum und ins Haus lässt er niemanden rein. Selbst den Mann, der seine wöchentlichen Einkäufe erledigt, hält er auf Distanz. Doch dann schleppt seine Großtante plötzlich zwei fremde Männer an, von denen einer behauptet sein Großvater zu sein. Isaac schwankt zwischen Panik und Neugierde. Kann es wahr sein? Doch was, wenn sein Großvater ebenfalls ein gewalttätiger Taugenichts ist?

Henry, Isaacs Großvater, hat nur durch Zufall von seinem verstorbenen Sohn und Isaac erfahren. Doch die Zeit arbeitet gegen Henry, der sterbenskrank ist. Nur noch wenige Monate bleiben ihm und er will seinen Enkel kennenlernen. Aber dieser ist verängstigt, panisch und neurotisch. Erst Jon, ein Schützling von Henry, gelingt es eine Brücke zu schlagen. Jon, der von Henry in jungen Jahren aufgenommen, unterstützt und als Sohnes statt angenommen wurde, freundet sich mit dem scheuen Isaac an und es gelingt ihm langsam die Schutzwälle von Isaac aufzuweichen.

Die Geschichten von A.M. Arthur sind immer tragisch, dramatisch und zutiefst berührend. Doch sie haben eine Botschaft und transportieren auch viel Hoffnung, Freude und Lebenslust. Besonders dieser Plot ist besonders tragisch, da Isaac schon in jungen Jahren soviel Gewalt ertragen musste. Dass er nicht völlig irre geworden ist, scheint einem Wunder gleich zu kommen. Auch Jon hadert mit seiner Vergangenheit, die ihn ebenfalls in die Nähe des Abgrunds geführt hat. Auch er kämpft mit einer Störung und gegen seinen Körper, der ein ständiges Ärgernis zu sein scheint.

Nach einer katastrophalen Beziehung ist Jon ins Pornogeschäft eingestiegen. Dort kann er sich sicheren Sex ohne Verpflichtungen und emotionalen Verwicklungen holen. Enge Freundschaften pflegt er nur zu Gabe und Tristan, sowie Henry. Dieser ist Freund, Vater und Vertrauter. Ihn sterben zu sehen bricht Jon das Herz und bringt seine Welt völlig durcheinander.

Dieses Buch hat mich wieder gefordert. Aber durchaus im positiven Sinne. Dieses Mal gibt es auch einen kleinen Krimiplot, der die Geschichte noch zusätzlich aufwertet und ihr Spannung verleiht. Ausserdem gibt es einen kurzen Sidekick zu Gabriel und Tristan aus dem vorherigen Band. Es ist schön zu lesen wie dieses Paar sich weiterentwickelt hat und man ist ja auch neugierig wie es Tristan mit seiner neuen Behandlung ergeht. A.M. Arthur ist sicherlich nicht für jeden geeignet, da die Autorin ihren Protagonisten wirklich sehr viel abverlangt. Doch es lohnt sich auf jeden Fall einen Blick in das Buch zu wagen.

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