The Little Things – Jay Northcote

Joel ist sehr jung Vater geworden, nimmt die Verantwortung gegenüber seiner Tochter Eve sehr ernst. Gemeinsam mit ihrer Mutter Claire teilt er sich das Sorgerecht und Eve wechselt problemlos zwischen ihren Haushalten hin und her. Als Claire jedoch bei einem Autounfall stirbt, verändert sich Joels Welt schlagartig. Jetzt ist er alleine mit seiner kleinen Tochter und muss mit dem Verlust von Claire klarkommen. Auch wenn Joel und Claire kein richtiges Paar waren, so waren sie immer beste Freunde und standen sich nah.

Während Joel versucht den Alltag als alleinerziehender Vater zu händeln und auf die Bedürfnisse seiner Tochter einzugehen, zerbricht seine sowieso schon lockere Beziehung mit dem jüngeren Dan. Joel begreift, dass Dan und er nicht wirklich zusammenpassen. Und auch wenn die Trennung schmerzt, so ist sie auch wie ein Befreiungsschlag. Doch da gibt es noch Liam; einen Krankenpfleger, der sein Interesse für Joel nicht versteckt. Und Joel ist nicht abgeneigt, denn Liam ist ernsthaft bemüht, sieht gut aus und kommt sehr gut mit Evie klar. Doch ist er wirklich bereit für eine neue, richtige Beziehung?

The Little Things ist eine sehr traurige Geschichte, die auch eine Weile braucht bis sie an Fahrt aufnimmt. Der erste Teil wird sehr ruhig erzählt und darin hat Liam auch kaum Platz. Es dreht sich um Joel, Eve, Dan und den Tod von Claire, der alles auf den Kopf stellt. Joel ist ein wirklich netter und sympathischer Charakter, der phasenweise etwas unüberlegt agiert. Dies ist allerdings seiner Jugend geschuldet und er ist ja auch nicht beratungsresistent. Ganz bezaubernd ist sein Verhältnis zu seiner Tochter Eve beschrieben und die Autorin spart auch nicht mit den üblichen Problemen der Kinderziehung. Das macht die Geschichte sehr glaubwürdig.

Als Liam ins Spiel kommt, bereichert er das Leben von Joel und Eve und Joel scheint aus seiner Trauer herausgerissen zu werden. Doch es geht sehr schnell – für Joel zu schnell und kaum wird er sich seiner Gefühle für Liam bewusst, wird diese Beziehung/Liebe von Ängsten und Zweifeln überschattet. Dieser Teil der Geschichte war für mich nachvollziehbar, allerdings nicht Joels feiges Verhalten Liam gegenüber. Dieser ist wirklich ein ganz toller Protagonist und einfach nur liebenswert.

Hätte die Geschichte nicht am Anfang ein paar Längen gehabt, hätte ich ihr gern die volle Punkteanzahl gegeben. Dennoch empfehle ich sie sehr gerne weiter. Jedoch rate ich ein Päckchen Taschentücher bereit zu halten.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Anti-Spam durch WP-SpamShield