Walking in the Rain – T.A. Chase

Dayton VanHooren entstammt einer reichen und einflussreichen Familie, die große Hoffnungen auf ihn setzt. Vor allem sein Vater, der ein erfolgreicher Rechtsanwalt ist. Dayton ist einer der jüngsten Senatoren, auch wenn seine Wahl eher überraschend war. Schliesslich ist er Republikaner und lebt seine Homosexualität offen aus. Auf der Hochzeit seines Freundes Adrien fällt ihm ein rothaarige Kellner auf, den er wenig später im Regen aufgabelt und ihm eine Fahrgelegenheit zurück nach New York anbietet.

Mickey O’Leary ist durchaus dankbar für dieses freundliche Angebot und auch überrascht von Daytons unverhohlenem Interesse an ihm. Welten trennen sie und für Dates hat Mickey so gar keine Zeit. Drei Jobs benötigt er um sich und seinen Bruder Seamus durchzubringen. Nach Seamus’ schwerer Verletzung im Krieg hat Mickey die Verantwortung für den Jüngeren übernommen. Doch das Geld reicht hinten und vorne nicht aus. Die ständige Sorge um Seamus zehrt an Mickey, aber auch die permanente Erschöpfung. Dayton ist da eine wunderbare, momentane Ablenkung. Doch Dayton scheint an mehr interessiert zu sein.

Die Geschichte um Dayton und Mickey ist besonders cozy und berührend ausgefallen. Wieder treffen reich und arm aufeinander und wieder scheinen Topf und Deckel so gar nicht zusammenzupassen. Man leidet mit Mickey und seinem Bruder Seamus mit, ist aber ganz begeistert von Daytons Romantik, die man einem Politiker gar nicht zutraut. Dabei ist Dayton viel mehr. Er kommt zwar aus einer reichen Familie und will es ihr recht machen, doch er hat auch ein soziales Gewissen. Das scheint er von seiner Mutter geerbt zu haben, die sich sehr engagiert.

Obwohl Dayton einen gewissen Druck von seinem Vater spürt, gibt er ihm nicht nach und bleibt sich treu. Das ist ein sehr solider und bewundernswerter Charakterzug. Mickey hat einen gewissen Stolz und will sich nicht abhängig machen. Doch als man Seamus Unterstützung anbietet, ist er nicht zu verbohrt um sich dagegen zu wehren. Zudem Dayton auch wirklich gut argumentieren kann. Politiker halt.

Teil fünf der Rags to Riches Reihe fand ich ganz wunderbar und ich denke, das wird mein Lieblingsteil werden. Die Erotik kommt nicht zu kurz, ist aber reduzierter als in den anderen Teilen. Das liegt aber auch an der räumlichen Trennung von Dayton und Mickey.

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