Was du mir gibst – Jeanette Grey


Greg London hat es weit gebracht. Aus einer Arbeiterfamilie stammend hat er es geschafft zu studieren und ist inzwischen Doktorand. Gleichzeitig muss er auch arbeiten um sein Leben zu finanzieren. Und Greg kann seinen Freunden und Bekannten keinen Gefallen abschlagen. Deswegen wird sein Leben immer stressiger und arbeitsreicher. Das bringt ihn an den Rande des körperlichen Zusammenbruchs. Und dann gibt es da noch einen neuen Mitbewohner – Marsh. Der scheint so gar nicht in die WG von lauter Wissenschaftlern und Nerds zu passen.

Doch Marshall – selbst Sportstudent und Baseballspieler an der Uni – kann sich nichts anderes leisten. Sein Studium ist fast abgeschlossen, doch seine Eltern drehen ihm den Geldhahn zu. Grund ist sein unfreiwilliges Outing. Doch darüber spricht Marshall nicht. So wie über vieles andere. Marsh fühlt sich zu Greg hingezogen, fühlt sich dem klugen Mann jedoch unterlegen. Und Greg in seiner Nerdigkeit bestärkt Marsh darin auch noch. Dennoch werden sie Mitbewohner mit Benefits. Wirkliche Freunde sind sie jedoch nicht. Dazu verhalten sie sich beide zu spröde, auch wenn sie eigentlich mehr wollen.

Dieses Buch war für mich sehr widersprüchlich. Zumindest hatte ich Schwierigkeiten mich den Figuren anzunähern. Wie gesagt – sie sind beide etwas spröde und sie tanzen wirklich eine Weile um einander herum. Normalerweise stört mich das nicht, doch hier hat mir das zu lange gedauert. Irgendwann kam da der Nervfaktor, der sich nur schwer kontrollieren ließ. Während man von Greg ziemlich viel erfährt, bleibt Marshalls Leben meist im Verborgenen. Das ist schade und nimmt der Geschichte einen wichtigen Teil. Dafür ist Marsh unglaublich süss. Obwohl er als Sportler doch eigentlich der Coole und Überlegene sein sollte, hat er eine sehr fürsorgliche und sensible Seite. Die hat mich ganz für ihn eingenommen.

Greg ist auch sympathisch, doch echt verpeilt. Und er ist auch weitgehend unsensibel. Bei Greg hilft kein Wink mit dem Zaunpfahl. Eine Holzhandlung wäre hilfreicher! Doch zum Glück kriegt Greg noch rechtzeitig die Kurve und sein rationaler Intellekt hilft Marshall zum Schluss auch auf die Sprünge, was nun dessen Zukunft, Wünsche und Träume betrifft.

Die Erzählweise ist simpel und flüssig. Es gibt keine Längen, dafür aber wohl dosierte Sexzenen, die aber nie zuviel oder Seitenfüller sind. Für eine New Adult Geschichte fand ich die Story wirklich gut und deswegen ziehe ich für die etwas zu lange Findungsphase der Helden auch nur einen Punkt ab.


Verlag: Cursed
VÖ: 12/2015
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 269

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