Yes, Professor – Renae Kaye

Avery Stewart steht auf ältere Männer. Immer schon. Und jetzt gibt es da diesen Nachbarn, der immer so adrett gekleidet ist und gleich nach dem Umzug ins neue Hause Averys Aufmerksamkeit erregt hat. Leider reagiert ‚der Professor‘, wie Averys Freund Nick ihn nennt, nicht besonders interessiert. Also muss Avery etwas tun um die Aufmerksamkeit des Professors zu erregen. Und dabei geht er nicht immer besonders geschickt oder eleoquent an die Sache heran.

Besagter Nachbar, Christopher Redding, ist aber gar kein Professor. Gut, er gibt ab und an Vorlesungen an der Universität, aber eigentlich ist er Wissenschaftler. Zudem geschieden und seine Kinder sind nicht viel älter als Avery. Christopher ist geschmeichelt von Averys Interesse, reagiert aber auf dessen Annäherungsversuche etwas ambivalent und ist nicht leicht zu durchschauen. Sein Verhalten schickt Avery auf eine aufregende Reise, auf der sich der junge Student erstmal selbst kennenlernen und am Ende entscheiden muss, was er eigentlich wirklich will.

Renae Kaye ist für mich ein Auto-Buy. Da kann kaum etwas schief gehen. Und auch bei dieser Geschichte wurde ich nicht enttäuscht. Der Anfang war ein wenig holprig – das muss ich zugeben. Aber die Story wurde von Seite zu Seite immer besser. Wie immer schreibt Kaye sehr humorvoll, bringt sehr skurrile Wendungen in die Geschichte und beschreibt ihre Helden sehr liebevoll und sympathisch. Es gibt zwar ein wenig Konfliktpotential, aber das spielt sich mehr zwischen Avery und Christopher ab. Querschüsse von außen gibt es nicht.

Das macht die Geschichte vielleicht etwas konfliktarm, aber nicht langweilig. Chris und Avery haben ja genug mit sich selbst zu tun. Viele Nebendarsteller bringen Leben und Witz in die Geschichte. So sind Christophers erwachsene Tochter und Averys Mitbewohner Nick besonders hervorzuheben.

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