Zuckerstangen und Herzchenwaffeln – Coco Zinva

Chris, ein nerdiger Mathematiker, verbringt Weihnachten in einer einsamen Hütte. Ihm ist langweilig, er ist einsam und überhaupt geht ihm dieses ganze festliche Gedöns schlicht und ergreifend auf die Nerven. Doch da steht plötzlich jemand vor der Hütte und braucht Hilfe. Anton! Überschwänglich, überdreht, schnatternd, lachend – eine Urgewalt. Chris weiß gar nicht wie ihm geschieht und ist völlig überfordert. Doch er hat nicht das Herz den armen Anton wieder in die eisige Kälte zurückzuschicken.

Anton ist eigentlich auf dem Weg zu seiner Familie. Doch das Auto hat schlapp gemacht und er kommt nicht weiter. Außerdem hat er in der Einöde auch kein Handynetz und ihm ist kalt und überhaupt. Also erbettelt er sich einen Platz in Chris’ Hütte. Doch für beide Männer, so extrem unterschiedlich sie auch sind, kommt es am Ende ganz anders als gedacht.

Dass Chris von Antons Präsenz völlig geplättet und überfordert ist, das ist für den Leser schon nach den ersten Sätzen völlig klar. Die Autorin lässt Anton ohne Punkt und Komma quasseln. Da verdrehen sich selbst die Gehirnwindungen des Lesers. Aber die Geschichte ist so lustig. Total überdreht und übertrieben. Aber großartig geschrieben; mit viel Witz, aber auch Herz und Romantik.

Chris und Anton erfüllen jedes Klischee, das man sich nur vorstellen kann. Egal ob nun Nerd, oder Paradiesvogel. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, passen sie doch wunderbar zusammen und ergänzen sich. Zwar knistert es sehr schnell zwischen Anton und Chris und man landet auch sehr schnell zusammen im Bett. Doch die Geschichte verkommt nicht zur Bettakrobatik. Dazu geht die Autorin viel zu sehr ins Detail und spinnt eine wunderbare Liebesgeschichte, die herzerwärmend und erfrischend ist.

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