Zwei Cowboys und ein Baby – B.A. Tortuga

Der Australier Lachlan macht sich auf dem Weg nach Texas um dort das Kind seiner eben verstorbener Schwester zu sehen und nach Australien mitzunehmen. Dorthin, wohin die kleine Chloe gehört. Doch Chloes anderer Onkel, Holden, hat da etwas dagegen. Und auch der Rest von Holdens Familie, die noch immer unter dem Verlust von Holdens Zwillingsbruder und Lachlans Schwester leiden. Chloe bleibt in Texas und damit hat es sich auch.

Doch Lachlan will nicht aufgeben und ist ziemlich penetrant. Holden würden den Australier lieber heute als morgen wieder loswerden. Doch ihm ist klar, dass Lachlan nicht einfach gehen wird und lässt ihn langsam in ihr Leben ein. Obwohl sie sich eigentlich nicht mögen wollen, fühlen sich die Männer vom ersten Augenblick an auch zueinander hingezogen. Kaum hat man sich ein wenig aneinander gewöhnt und geht aufeinander zu, da geschieht ein Unglück und die kleine Chloe verschwindet wie vom Erdboden!

Jetzt müssen Holden und Lachlan zusammenarbeiten, auch wenn es ihnen nicht leicht fällt. Sie sind unterschiedlich, ihre Methoden sich manchmal überstürzt und nicht immer klug durchdacht. Es ist auch nicht immer hilfreich, dass sich viele Menschen in diese Suche und Aufklärung des Verbrechens einmischen. Da kann schon mal etwas aus dem Ruder laufen.

Mir gefiel die Grundidee der Geschichte sehr gut. Zwei harte Kerle, die unbedingt dieses Kind ihrer verstorbenen Geschwister wollen und nur das Beste für das kleine Kind im Auge haben. Es dreht sich sehr viel um Chloe, aber auch ums Tee trinken und wie toll nicht die Landschaft in Texas ist. An sich ist das ja ganz nett, wird aber irgendwann dann auch etwas öde.

Ich hätte mir mehr Action zwischen Lachlan und Holden gewünscht. Die Entführung bringt zwar etwas Spannung und Aufregung in die Geschichte, trotzdem ist es eben Chloes Geschichte! Für Unterhaltung sorgen die Familien unserer Helden, die mit der Homosexualität ihrer Söhne überraschend cool umgehen, auch wenn Lachlans Eltern es vorziehen nichts wissen zu wollen. Aber dieser Zahn wird ihnen von Lachlan irgendwann gezogen.

Das Ende war natürlich abzusehen und jetzt nicht so ungewöhnlich, da es sich bei den Familien nicht um arme Schlucker handelt. Angenehme Unterhaltung, ohne jedoch zuviel vom Leser zu fordern oder gar besonders viel Tiefgang zu haben.

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