Second to None – Felice Stevens

Marcus Feldman ist erfolgreich, vermögend, sieht gut aus. Und er führt ein einsames, leeres Leben. Eine Handvoll Freunde wie Julian und Zach sind ihm wichtig, für seine Angestellten trägt er Sorge. Doch mit seinen Eltern verbindet ihn nichts. Beziehungen geht er aus dem Weg und tiefere Gefühle verbietet er sich selbst. Während seines Zölibats (verlorene Wette), trifft er auf Tyler. Dieser ist ein neuer Tänzer in Marcus‘ Club und einfach nur faszinierend.

Vielleicht auch, weil Tyler Marcus widerstehen kann und sehr spröde auf seine typischen Attitüden reagiert. Zwar findet Tyler seinen Boss sexy, doch Tyler kennt alle Geschichten über den gefühllosen Marcus, der Menschen nur für sein eigenes Wohlbefinden benutzt. Und Tyler hat wirklich andere Probleme als sein nichtexistentes Sexleben. Er kümmert sich um seine kleine Nichte, die von ihrer Mutter einfach bei ihm abgeladen und verlassen wurde.

Als Tyler jedoch Opfer eines Überfalls wird und Hilfe braucht, springt Marcus ein. Tyler muss lernen seinen Stolz zu überwinden und Hilfe auch zuzulassen. Schwierig, aber alternativlos. Zu seiner grenzenlosen Überraschung entdeckt er mit der Zeit einen völlig anderen Marcus, der sich einfach hinter der kalten und emotionslosen Fassade verborgen hat.

Second to None ist nun also der Abschlussband des Breakfastclubs. Bei diesem Buch habe ich meine Erwartungen etwas zurück genommen, da mich der vorletzte Teil (Sam und Zach) nicht ganz überzeugen konnte. Doch bei der Geschichte um Tyler und Marcus hat die Autorin wieder ihr Können ausgespielt. Marcus ist wie man ihn schon aus den ersten Teilen kennt und er ist sehr, sehr überzeugend und glaubwürdig. Mit Tyler bekommt er aber einen Kerl an die Seite gestellt, der es ihm nicht leicht macht. Und Marcus lernt, dass auch ihm Grenzen gesetzt werden.

Tylers Sorge und Liebe für seine kleine Nichte Lillie ist anrührend zu lesen und das spricht absolut für ihn. Sein anfängliches divenhaftes Verhalten kann entschuldigt werden, denn auch Tyler lernt dazu und verändert sich im Lauf der Geschichte. So wie auch Marc, der lernt dass Gefühle keine Schwäche sind. Und dass auch er Glück verdient hat. Das lieblose Verhalten seiner Eltern wird immer wieder thematisiert und so versteht man auch, wieso Marcus eben so geworden ist wie er sich eben zeigt.

Dieser Teil gefiel mir wirklich ausnehmend gut und würde meinen, dass es auch die beste Geschichte dieser Reihe ist. Nett zu lesen ist auch die Bekanntschaft von Marcus mit Micah und Josh aus einem anderen Buch von Felice Stevens. Für Marcus und Tyler gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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