Barn Burner
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VÖ: 09/2025
Genre: Sport Romance
Seitenanzahl/Print: 276
Serie: Love The Game (2)
Meine Bewertung:
5 von 5 Regenbögen
Nach der Niederlage im Stanley Cup Finale flieht Brayden aus der Stadt. Der Druck und die Kritik in den Medien sind kaum zu ertragen und Brayden braucht Abstand. Also begibt er sich auf einen Camping-Trip in die Wildnis. Jedoch kommt er nicht weit, denn sein Auto gibt auf und Brayden standet im Nirgendwo. Aber Brayden hat Glück. Ein Fremder rettet ihn. Gut, der Mann könnte auch ein Serienkiller sein. Und doch hofft Brayden das Beste.
Jesse ist kein Serienkiller, aber skeptisch. Trotzdem hilft er dem jüngeren Mann aus seiner Not heraus; schleppt sein Auto ab und bringt ihn auf die Farm seiner Familie. Dort bietet Jesses jüngerer Bruder dem gestrandeten Brayden eine freie Ferienhütte an und kümmert sich um das verkehrsuntaugliche Fahrzeug des Gastes. Während die Familie den unerwarteten Feriengast sehr offenherzig und freundlich willkommen heißt, versucht Jesse Abstand zu halten. Brayden ist eine Ablenkung und Versuchung, die er so gar nicht gebrauchen kann.
Es ist großartig zu lesen, wie Jesse und Brayden sich näherkommen. Es ist ein langsamer Prozess und Jesse drängt Brayden auch nicht. Denn Brayden ist verschlossen und gibt nur wenig von sich preis. Hier kann er nur Brayden sein und nicht die große Enttäuschung, die sein Team, die Fans und die Medien um den Stanley Cup gebracht hat. Je länger Brayden bleibt und sich in das Leben auf der Farm einfügt, desto tiefer werden seine Gefühle für Jesse. Aber sein Aufenthalt ist zeitlich begrenzt. Sie wissen es beide und machen sich auch keine Illusionen. Und doch fallen sie beide schnell und hart.
Jodi Oliver ist für mich inzwischen ein "Auto-Buy". Bisher habe ich noch nichts von ihr gelesen, das mich enttäuscht hätte. Und so ist auch Barn Burner eine wunderbare Geschichte mit sehr interessanten Helden. Ihre Persönlichkeit wurde von der Autorin sehr schön herausgearbeitet und die gut platzierten intimen Szenen fügen sich gut in den Plot ein. Mir gefiel gut, dass die Enthüllung von Braydens "Geheimnis" jetzt kein absoluter Plottwist wurde. Hier gibt es keinen beleidigten Jesse und unnötiges Drama kocht erst gar nicht hoch.
Auch die Zweifel, Ängste und Sorgen sind der Geschichte und der Entwicklung ihrer Beziehung sehr passend eingearbeitet. Zwar geben sie sich keinen Illusionen hin, wollen aber einer gemeinsamen Zukunft trotz aller Hindernisse eine Chance geben. Und das macht sie so menschlich und greifbar. Tolle Geschichte und ein sehr schöner Epilog. Unbedingt lesen!