Skybound – Aleksandr Voinov

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VÖ: 10/2016
Genre: Historical
Seitenanzahl/Print: 44

Meine Bewertung:
5 von 5 Regenbögen

1000 Jahre sollte das Reich überdauern. Doch 1945 ist Hitlers Reich dem Untergang geweiht und die Opferzahl unter Soldaten und Zivilisten wird immer höher. Täglich bangt der Flugzeugmechaniker Felix um den Flieger Baldur Vogt. Dieser kämpft gemeinsam mit seinen Kameraden über Deutschland einen aussichtslosen Kampf. Während Felix den Flieger verehrt, sieht dieser sich weniger als Held. Tatsächlich hat Baldur einen sehr fatalistischen und realistischen Blick auf die untergehende Welt. Und in diesem Inferno ist auch kein Platz mehr für Standesdünkel und -unterschiede.

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Frosch – Mary Calmes

Bullreiter Web und der Neurochirurg Cyrus haben auf den ersten Blick nicht viel gemein. Und doch haben sie seit drei Jahren so etwas wie eine Beziehung. Allerdings sind sie nicht richtig zusammen und während Cyrus mehr und stabiler Verhältnisse möchte, ist Web ständig unterwegs. Das bringt eben sein Beruf mit sich, den er jedoch aus gesundheitlichen und altersbedingten Gründen nun an den Nagel hängen muss. Doch bevor er sich nun als einfacher Ranchhelfer verdingt, möchte er Cyrus noch einmal sehen.

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[Kurz gefasst] Wow!

Unter der Woche ist Mark ein biederer und fast schon langweiliger Banker. Nichts würde darauf hindeuten, dass er auch noch eine zweite Seite; ein zweite Ich besetzt. Und dieses Alter Ego ist die Dragqueen Allotta Moxie. Sie ist alles was Mark eben nicht ist: witzig, aufregend, sexy, unerschrocken und selbstbewusst. Mark versteckt Allotta jedoch sehr gern, da diese feminine Seite bei seinen potentiellen Freunden nie gut angekommen ist. So verschweigt er Allotta eben auch vor Joel. Der ist ein neuer Arbeitskollege und zeigt deutliches Interesse an Mark, der in dessen Gegenwart immer zum sabbernden und stotternden Narren mutiert.

Die Grundvoraussetzungen wären ja gut und durchaus lesenswert. Leider verläuft sich Sean Kennedy schon von Seite eins an in den ausufernden Selbstgesprächen, die Mark mit Allotta führt. Ja, diese sind lustig und unterhaltsam. Aber irgendwie werden sie irgendwann auch langweilig. Weil sich die Sache zwischen Joel und Mark eben hinzieht wie ein labbriger Kaugummi. Es dauert sehr lange, bis die Herrschaften endlich in die Puschen kommen.

Und selbst dann fand ich die Geschichte auch nur mäßig spannend. Ich habe zuvor von Sean Kennendy noch nichts gelesen. Aber diese Kurzgeschichte animiert mich jetzt nicht wirklich diesen Autor weiter zu verfolgen. Mir war es einfach zu spannungsarm und ja, auch zu unsexy. Da hätte man sehr viel mehr draus machen können.

[Kurz gefasst] Cops, Cakes, and Coffee – Sara York

Der Cop Drake lebt schon immer in seinem Schrank und denkt auch gar nicht daran sich zu outen. Seine Kollegen sind wenig feinfühlig und mit homophoben Sprüchen muss Drake da schon leben. Doch dieses Leben erschöpft ihn und als er Adam kennenlernt und sich in ihn verliebt, kommt Drake an einen bestimmten Punkt seines Lebens, wo er sich wohl entscheiden muss. Und als dann auch noch ein befreundeter Feuerwehrmann geoutet und ausgerechnet von einigen von Drakes Kollegen schwer verprügelt wird, kann und will Drake sich nicht mehr verstecken.

Adam hingegen war immer schon out, aber er hat auch eine bestimmte Vorstellung von einer Beziehung. Von seinem früheren, langjährigen Partner wurde Adam hintergangen und der Vertrauensbruch ist noch immer unter der Oberfläche präsent. Jedoch ist Drake ein wirklich toller Mann, der zu seinem Wort steht und als es zu einer weiteren ungemütlichen Situation kommt, reagiert Drake – der ja noch nie in einer Beziehung war – ziemlich souverän und beweist Adam, dass er sich auf ihn verlassen kann. Die Geschichte ist leider ein wenig kurz, aber wirklich sehr fein erzählt. Ich hätte mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht um Drake und Adam besser kennenzulernen. Ihre Vergangenheit – sofern sie eine haben – wird leider nur kurz angerissen und etwas vage beschrieben.

Merry & Bright – Joanna Chambers

Merry & Bright ist eine Kurzgeschichtensammlung, die Weihnachten zum Thema hat. Eine Geschichte davon habe ich bereits im Vorjahr gelesen und Rezensiert. Humbug ist an die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens angelehnt und ich fand sie richtig niedlich und gut. Hier geht es zur Rezension –> klick

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