A Wild Thing Grows – Marina Vivancos

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VÖ: 01/2021
Genre: Paranormal
Seitenanzahl/Print: 52

Meine Bewertung:
5 von 5 Regenbögen

Jarek lebt außerhalb der Dorfgemeinschaft. Die Dörfler fürchten und verachten ihn gleichermaßen. Ab und an gelingt ihm eine Interaktion mit einem Kind, doch ansonsten bleibt er für sich. Eine andere Möglichkeit hat er auch gar nicht. Sein Heim und sein Land zu verlassen, das kommt für den Einsiedler nicht in Frage. Auch wenn er fürchterlich einsam ist und sich nach Nähe und Berührung schmerzlich sehnt.

Doch plötzlich taucht ein Fremder an seiner Türschwelle auf. Nackt, unbefangen und offenherzig. Aviv, wie er sich nennt, benimmt sich so, als würden sie sich schon ewig kennen und er immer schon Teil von Jareks Leben wäre. Jarek ist verständlicherweise irritiert und skeptisch. Doch er nimmt den Fremden bei sich auf. Nährt und kleidet ihn, genießt seine Gesellschaft und lässt ihn in sein leeres, einsames Leben. Doch Jarek weiß genau - irgendwann verschwindet alles aus seinem Leben.

Für mich ist die Autorin völlig neu und sie hat mich mit dieser Kurzgeschichte voll und ganz gefesselt und bezaubert. Von der ersten Seite an leidet man mit Jarek mit. Man verflucht die bösen und abweisenden Dörfler. Gleichzeitig bekommt der Leser auch einen Spiegel vorgehalten, denn diese Ausgrenzung ist immer und überall präsent. Alles das etwas anders ist, wird abgelehnt.

So eben auch Jarek, den man als verflucht bezeichnet. Dabei ist Jarek gesegnet - von einer höheren Macht. Und diese Macht ermöglicht es nun eben auch Aviv Teil von Jareks Leben zu sein.

Wunderschön einfühlsam erzählt. Ein kleines Juwel, das mich auf diese Autorin definitiv neugierig gemacht hat.

Ein Gedanke zu „A Wild Thing Grows – Marina Vivancos

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