Borrowing Blue – Lucy Lennox

Kurz bevor Blue Marian einen neuen, aufregenden Job in London antritt, trifft er sich noch mit der ganzen Familie auf einem Weingut. Dort soll das Nesthäkchen der Familie – Simone – ihren John heiraten. Am Abend bevor die komplette Sippe ankommt, stolpert Blue im Lokal des Weingutes über seinen Ex Jeremy. Auch der ist zu der Hochzeit eingeladen und hat auch noch seinen neuen – deutlich jüngeren – Lover mit dabei. Blue ist tief getroffen und will sich nur noch betrinken. Doch da bekommt er Gesellschaft von einem höchst attraktiven Mann und am Ende landen sie zusammen im Bett.

Tristan ist eigentlich nicht der Typ, der einen Gast abschleppt. Doch Blue ist faszinierend, witzig, sexy und genau die richtige Gesellschaft. Außerdem fühlt er sich irgendwie dazu berufen für Blue einzustehen, als dieser von Jeremy wieder gedemütigt wird. Am Morgen danach kommt jedoch ein weniger erfreuliches Erwachen. Denn Blue und Tristan stellen fest, dass John Tristans Bruder ist, sich zudem als homophob herausstellt und Tristan auch noch der Eigentümer des Weingutes ist. Irgendwie ungut, das Ganze. Aber dennoch können sie die Finger nicht von einander lassen und ehe sie sich versehen, stecken sie in einem wirklich großen (Gefühls)Schlamassel.

Borrowing Blue ist flott, sehr witzig und sexy geschrieben. Wer auf Bettsport und Dirty Talk steht, der ist nicht falsch. Jedoch liefert die Autorin eine sehr schöne und auch umfangreiche Beschreibung von Blue und Tristan ab – man lernt sie also ziemlich gut kennen. Auch Blue’s Familie, die wirklich interessant und auch sehr groß ist, wird gut beschrieben und schnell fühlt man sich wohl in ihrer Mitte. Tristans Familie ist ein wenig mühsam. Vor allem seine Mutter und Bruder John gehen bei mir als große Unsympathler durch. Und John wird später ja auch noch den Vogel abschießen.

Der Plot ist ziemlich leicht und schnell zu durchschauen, punktet aber mit einigen Wendungen. Manchmal war es mir persönlich aber zu viel. Blue und Tristan bekommen immer wieder Prügel zwischen die Beine geworfen und manche Handlungsstränge erscheinen irgendwann einfach too much. Da kann man dann schon irgendwie leicht den Überblick verlieren und manchmal denkt man sich nur noch: Warum jetzt? Wozu das nun wieder? Außerdem lässt Tristan, der ja eigentlich hetero ist, sehr schnell auf Blue ein. Gut, er hat schon Erfahrungen mit Männern gemacht. Aber die sind ewig her und waren eher harmlos. Das war doch eine sehr flotte Wandlung. Aber sei es drum; geschenkt.

Trotzdem war der Gesamteindruck durchaus zufriedenstellen und vor allem Blue’s Brüder Jamie und Jude sind sehr, sehr interessant. Da freu ich mich schon auf die nächsten Teile, die es bei Amazon via KU schon zu holen gibt.

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