Changing Lines – R.J. Scott & V.L. Locey

Tennant Rowe ist wie seine älteren Brüder Brady und Jamie Eishockeyspieler. Trotz seiner Stärke und seines Talents hat er es noch nicht in ein großes Team geschafft. Vor allem sein älterer Bruder versucht ihn zu pushen und ihm den Weg zu zeigen. Doch Tennant weiß selbst was er will und er landet bei den Harrisburg Railers. Dieses Team ist noch relativ neu, findet sich erst. Doch Tennant lebt sich dort sehr schnell ein. Zudem ein alter Freund seines Bruders Brady dort der Couch der Defensive ist.

Jared Madsen musste seine Karriere als aktiver Spieler früh beendet und hat die Trainerlaufbahn eingeschlagen. Sie füllt ihn aus und ist ihm neben seinem Sohn Ryker sehr wichtig. Das Wiedersehen mit Tennant, bringt ihn aus der Bahn. Denn während seine eigene Bisexualität keine große Sache ist, ist Tennant als aktiver Spieler nicht out und Mads will auch die Linie zwischen Spieler und Trainer nicht überqueren. Doch Tennant ist ganz anders gestrickt als erwartet und schafft es Mads immer wieder zu überraschen.

Als Jüngster hat Tennant es nicht ganz leicht. Der Erwartungshaltung seiner Brüder und seiner Eltern ist groß. So ist er auch vor der Familie nicht out. Aber es belastet ihn zusehends, dass Brady und ihre Mutter ihn immer verkuppeln möchten, dass Brady so fixiert auf Tennants Karriere ist und mit guten Ratschlägen und Druck nicht spart.

Bei den Railers bekommt Ten seine Chancen und er erkennt selbst, dass er selbst noch Zeit braucht und auch gar nicht so eine Turbokarriere wie seine Brüder hinlegen möchte. Schnell wird Mads eine wichtige Konstante in seinem Leben, der auch zu ihm steht als er sich seiner Familie öffnet und auch das Team am Ende vor vollendete Tatsachen stellt.

Ob es in der Realität so einfach ist? Ich weiss es nicht. Ist aber auch egal, da es sich hier um eine wirklich schöne Geschichte und keinen Tatsachenbericht handelt. Beide Helden sind sehr sympathisch, lustig und es macht wirklich Spass sie kennenzulernen. Auch Mads Sohn Ryker bekommt viel Platz und es wird schnell offensichtlich wie wichtig er seinem Vater ist und wie schwer Mads es als so junger Vater ohne Rechte hatte.

Obwohl mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat, gibt es auch ein paar Schwächen. So gibt es immer wieder unerwartete Szenenwechsel, die dem Buch nicht so gut tun. Da wirkt sie doch gelegentlich überhastet und zu oberflächlich. Da hätte ich mir doch etwas mehr Tiefe gewünscht.

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