Guards of Folsom: Gefunden – SJD Peterson

Urlaub im Süden ist für den New Yorker Bobby nichts. Aber was tut man nicht alles um den Lebensgefährten glücklich zu machen? Alles, selbst mit ihm nach Florida zu reisen. Dabei meint es Rig nur gut und sorgt sich insgeheim um Bobby. Das Paar ist in die Jahre gekommen und seit sie ihren Club aufgegeben und verkauft haben, verliert sich Bobby immer mehr. Ihm, aber auch Rig fehlt eine Aufgabe.

Ihre Beziehung ist solide und glücklich, aber auch ungewöhnlich. Denn Bobby, wie auch Rig sind dominant. Doch es funktioniert und sie lieben sich wie vor über 20 Jahren. Und doch sehnen sie sich nach der Person, die sie vollkommen machen könnte. Ein neuer Sub. Ihr langjähriger Sub verstarb vor einigen Jahren bei einem Unfall und der Verlust ist noch immer spürbar und schmerzlich.

In Florida stolpern sie dann über Mason. Einem jüngeren Mann, der sich völlig in seiner Trauer um die geliebten Menschen verloren hat. Mason ist sogar so verzweifelt, dass er seinem Leben – dessen Sinn ihm völlig abhanden gekommen ist – ein Ende setzen möchte. Doch so weit kommt es dann nicht und Bobby und Rig können Mason sich nicht einfach selbst überlassen.

Gefunden, der zweite Teil der Guards of Folsom Reihe, ist nicht das was ich erwartet hatte. Tatsächlich waren die Erwartungen nicht besonders hoch, da ich den ersten Teil nie zu Ende gelesen habe. Ich kam mit dem Sub Micah überhaupt nicht klar. Die Menage-Geschichte um Mason, Bobby und Rig hingegen ist völlig anders angelegt und auch viel gefühlvoller geschrieben. Es gab wirklich ein paar Szenen wo ich heulen musste.

Mason, der nicht nur seine jahrelangen und geliebten Doms verloren hat, muss auch gegen seine unbehandelten psychischen Probleme kämpfen. Panik und Phobien machen ihm das Leben zur Hölle. Doch Bobby und Rig sind hartnäckig und fühlen sich für den jüngeren Mann verantwortlich. Da sie ja Zeit haben, dehnen sie ihren Urlaub aus und verbringen ihre Zeit nun mit Mason. Dabei helfen sie ihm wieder auf die Beine zu kommen und zurück ins Leben zu finden. Doch je länger sie zusammen sind, desto grösser werden ihre eigenen Sehnsüchte und Wünsche. Doch es braucht viel Zeit und Geduld um Mason durch die Phase der Trauer zu begleiten und auch selbst zu heilen und sich einem neuen Lebensabschnitt zu öffnen.

Die Geschichte ist wunderbar und schön zu lesen. Mir gefiel auch gut, dass sie nicht perfekt sind. Sie sind alle nicht mehr die jüngsten und schönsten Blumen im Garten und haben ihre Schwächen, aber auch ihre Stärken und unglaublich viel Wärme und Gefühl.

3 Gedanken zu „Guards of Folsom: Gefunden – SJD Peterson

  1. Tolle Rezi! Danke dafür.
    Habe ich es richtig verstanden, dass ich diese Geschichte unabhängig von der ersten lesen kann? Denn bei Buch eins hat mich der Klappentext nicht wirklich angesprochen.
    vG El

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