Kitten Claws and Puppy Breath – E.M. Leya

Der noch junge Army Veteran Jeremy kann den Geistern der Vergangenheit nicht entkommen. Jede Nacht plagen ihn Albträume, Depressionen beherrschen sein Dasein und längst hat er in seiner Heimatstadt den Ruf als Spinner, Säufer und Einsiedler weg. Das Leben ist ihm unerträglich geworden. Doch als er den letzten Schritt endlich tun will, entdeckt er einen Sack mit ausgesetzten Kätzchen, die dem Tode schon nahe sind.

Jeremy kann diese Kreaturen nicht einfach sterben lassen und bringt sie zu einem alten Schulfreund, Cliff. Dieser hat eine gutgehende Tierarztpraxis und wagt ein Experiment mit den Kätzchen. Eine Hündin, die ihre Welpen verloren hat, nimmt sich der Kitten an und sichert so ihr Überleben. Obwohl Jeremy keine Verantwortung übernehmen will/kann, lässt er sich von Cliff die Kätzchen und die Hündin aufschwatzen. Schließlich ist auf seiner Ranch Platz genug und Jeremy hat ja genug Zeit um sich um die Tiere zu kümmern.

Cliff will sichergehen, dass die Tiere bei Jeremy gut untergebracht sind und taucht immer wieder bei dem zurückhaltenden Einsiedler auf und dann ändern Geständnisse und eine Nacht alles, was zwischen ihnen war. Doch es ist schwer die Vergangenheit hinter sich und sich auf eine veränderte Zukunft einzulassen.

An diese Geschichte bin ich ohne große Erwartungen herangegangen. Leya schreibt nicht schlecht, manchmal aber einfach zu zuckrig oder banal. Die Geschichte von Cliff und Jeremy ist jedoch ziemlich intensiv, berührend und sehr eindringlich geschrieben. Ich war überrascht – positiv.

Cliff hat sich ein Leben aufgebaut, schafft es aber nicht aus seinem Schrank herauszukommen. Seine Sexualität kann er nur heimlich und weit entfernt ausleben. Dabei sehnt er sich nach einem Partner und Normalität. Jeremy hingegen versteckt sich vor der Welt, macht aus seiner Sexualität aber kein Geheimnis. Er hat auch nichts mehr zu verlieren und hängt nicht mehr am Leben. Zu groß sind die Depressionen und Schuldgefühle. Doch da kommt Cliff mit seinen Tieren daher und reißt Stück für Stück seine Mauern nieder. Doch auch Jer verändert Cliff und zerrt ihn immer mehr ans Licht; zeigt ihm ein Leben auf, wie es zwischen ihnen sein könnte.

Beide Helden sind sehr sympathisch, gut beschrieben und gleichwertig. Während man von Jeremys verstorbenen Eltern natürlich nur in Rückblenden erfährt, erlebt man Cliffs Eltern in Echtzeit und versteht dann sehr schnell, wieso Cliff sich vor einem Coming Out fürchtet.

Mir hats sehr gut gefallen und von hier aus ein Dank an Ramona von The World of Big Eyes, die dieses Buch auf Facebook verlinkt hat. Sonst wäre es mir wohl völlig entgangen.

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