Shifting Gears – Riley Hart

Nach Jahren der Abwesenheit kehrt Landon zurück in seine Heimatstadt. Unglückliche Erinnerungen kehren zurück und eigentlich will Landon gar nicht hier sein. Doch seine Mutter braucht ihn und seine Schwester Shanon heiratet bald; wird also ihre eigene Familie gründen. Der Vater der Geschwister hat sich schon lange aus dem Staub gemacht und hat auch keine Verbindung mehr zu seinen Kindern. Im örtlichen Sexshop lernt Landon Rod kennen. Rod ist der Besitzer des Ladens und flirtet ganz ungeniert mit Landon, der erst nicht abgeneigt ist. Doch dann stellt er klar, dass ihm eine Freundschaft viel wichtiger ist. Und aus seiner Sicht der Dinge, passen Freundschaft und eine sexuelle Beziehung nicht zusammen.

Rod ist es nicht gewöhnt abgelehnt zu werden. Zumindest nicht in sexueller Hinsicht. Vielleicht ist er ausgerechnet auch deswegen so auf Landon fixiert. Doch Rod gefällt die wachsende Freundschaft mit Landon und er lernt ihn besser kennen. Nach und nach rückt Landon auch mit seiner Geschichte und Vergangenheit heraus und Rod bekommt einen sehr guten Einblick. Er selbst hingegen gibt nur wenig von sich preis. Diese Geheimniskrämerei belastet ihre Freundschaft und später auch ihre Beziehung. Denn irgendwann kommen sie beide an einen Punkt, wo es keine Umkehr mehr gibt. Doch Rod traut der Sache nicht. Immer wieder wurde er zurückgewiesen und verlassen. Tief in ihm ist die Ablehnung und Lieblosigkeit seines Vaters verankert. Das Gefühl unzulänglich und nicht liebenswert zu sein.

Lange habe ich auf dieses Buch gewartet und es hat sich wirklich gut gelesen. Riley Hart kann wirklich gut schreiben und versteht es den Leser zu fesseln und mitzunehmen. Allerdings sprang bei mir der Funke nicht ganz über. Vor allem Landon ist ein sehr kantiger und komplizierter Charakter, an den man sich erst gewöhnen muss. Rod hingegen ist wahnsinnig süss und liebenswert. Seine Geschichte hat mich sehr berührt und gerührt. Mein Herz ist ihm sofort zugeflogen. Die Beziehung von Rod und Lando ist schwierig. Sie haben unterschiedliche Erwartungen und Vorstellungen. Gleichzeitig betreiben sie auch eine nervige Geheimniskrämerei, die nicht nur ihnen selbst, sondern auch dem Leser irgendwann auf die Nerven geht.

Als dann auch noch Landons Vater plötzlich wieder auftaucht, gerät Landon ernsthaft ins Straucheln. Seine Wut, die Enttäuschung und auch die Fassungslosigkeit sind absolut nachvollziehbar und verständlich. Und auch Rods‘ Verhalten ist verständlich, da der völlig zwischen den Stühlen sitzt. Allerdings kommt die wahrhaft schuldige Person an diesem ganzen Fiasko völlig schadlos heraus. Und das fand ich an dem Plot überhaupt nicht in Ordnung und dafür gibt es keine Entschuldigung. Ansonsten ein sehr schönes Buch, das jedoch an Teil 1 der Serie nicht herankommt.

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