A Walk Through Fire – Felice Stevens

Trotz einer grauenvollen Kindheit und Jugend, die durch Mißbrauch und Mißhandlungen geprägt war, hat der Anwalt Asher Davis den beruflichen Erfolg geschafft. Doch er ist ein einsamer und unterkühlter Mann, der niemand wirklich an sich heranlässt. Einzig ein früherer Mitstudent – Peter – ist so etwas wie sein Freund. Peter, der ein wenig von Ashers problematischer Jugend weiss, bringt Asher mit Drew zusammen. Dieser plant nach seiner Scheidung – bei der Asher die Gegenseite vertritt – eine Klinik für sozial benachteiligte und mißbrauchte Kinder einzurichten. Hilfe bekommt Drew dabei von seinem Kollegen Jordan, dessen Lebensgefährten Keith und von Drews Schwester Rachel, sowie seinem Jugendfreund Michael.

Obwohl Asher nicht unbedingt als Menschenfreund gilt, braucht es kaum Überredung um ihn an Board zu holen. Denn tief unter der eisigen Schale ist Asher ein guter Kerl. Es braucht jedoch sehr lange diesen guten Menschen zu finden. Drew hingegen ist ein offener und freundlicher Mensch. Als Schönheitschirurg hat er ein gutes Einkommen und er hat auch Freunde und eine Familie die ihn liebt. Doch er ist allein. Obwohl er niemals homoerotische Tendenzen verspürt hat, fühlt er sich jedoch von dem arroganten und undurchsichtigen Asher angezogen. Trotz der Warnungen von Jordan, der Asher von länger kennt, zieht es ihn immer wieder zu Asher und irgendwie werden sie doch Freunde.

Obwohl Jordan Asher noch immer mißtraut und ihn auch nicht mag, klappt die Zusammenarbeit in der Klinik und Asher freundet sich mit einem Jungen an, dem es in seiner Pflegefamilie nicht gut ergeht. Doch ausgerechnet diese Freundschaft wird ungeahnte Gefahren für die Klinik und die Gruppe um Drew mit sich bringen.

A Walk Through Fire ist keine leichte Kost. Asher ist eine extrem schwierige und komplexe Persönlichkeit, die es dem Leser nicht wirklich leicht macht. Doch seine Geschichte ist auch extrem und traumatisch. Für dieses Buch empfehle ich viele Taschentücher bereit zu legen. Auch Drew hat mit seiner Vergangenheit und – wie man später erfährt – mit den Schuldgefühlen, die mit dem Tod seiner Eltern zu tun haben, zu kämpfen. Beide Protagonisten sind jedoch toll herausgearbeitet und auch wenn sie oft sehr extrem reagieren, kann man ihre Beweggründe verstehen.

Auch das Umfeld hat die Autorin sehr interessant und liebenswert gestaltet. Vor allem Drews Großmutter ist eine großartige Frau, die es versteht ihre Jungs in die richtige Richtung zu schubbsen. Jedoch muss man sich am Ende von einer liebgewonnen Person verabschieden. Das Ende der Geschichte es unglaublich emotional, dramatisch, tragisch und traurig geschrieben. Klar, es gibt ein Happy End – trotzdem. Ich habe Rotz und Wasser geheult. Für dieses Buch gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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