Archangel’s Light – Nalini Singh

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Verlag: Berkley
VÖ:
 10/2021

Genre: Parnormal
Seitenanzahl/Print: 396
Serie: Guild Hunter (14)

Meine Bewertung:
2.5 von 5 Regenbögen

Nalini Singh ist eine wirklich tolle Geschichtenerzählerin, die ihre Leser fesselt und mit auf eine fastastische Reise nehmen kann. Leider ist die Geschichte von Illium und Aodhan eher zu einer langweiligen Landpartie ins öde Weinviertel (Österreich) geraten. Als ich die Ankündigung über das Pairing gelesen hab, war mir schon klar: Das wird nix.
Da habe ich schon geahnt, dass sie die Geschichte einfach zu vage anlegen wird.


Aber natürlich war nicht alles schlecht. Ich fand es wunderschön zu lesen, wie Illium und Aodhan als kleine Engel Freunde geworden sind. Und wie sich die Gruppe der 7 um Raphael gefunden hat. Achja, jetzt schlägt mein Herzchen doch ein wenig für Dmitri und auch Nasiir. Aber das wäre jetzt zuviel gespoilert. Auch lernt man sehr viel über die Kultur der Engel und man erfährt auch endlich was Aodhan wirklich zugestossen ist.

Die Geschichte erzählt sehr gut die Entstehung dieser Freundschaft, aber auch die Entfremdung und den Schmerz zwischen Illium und Aodhan. Aber dass Freundschaften oft einen Knacks bekommen - vor allem, wenn man hier jetzt die Zeitspanne betrachtet - ist auch auch vollziehbar. Selbst die tiefen Gefühle zwischen den beiden Engeln konnte ich nachvollziehen. Aber als sich die Geschichte in Richtung MM wendet, war der Spass für mich persönlich vorbei.

Als Freunde funktionieren Illium und Aodhan für mich wunderbar. Und ich hätte ihnen auch eine schöne Liebesgeschichte gegönnt. Allerdings gibt es die für mich nicht. In ein paar Kapitel wird das dann irgendwie trocken und sehr prüde abgehandelt. Während die anderen Bücher der Autorin sinnlich und aufregend geschrieben sind, huscht Nalini Singh hier ganz flott in den Kasten zurück. Die prüden 50iger lassen grüssen *schnarch*.

Hier kann ich nur die Vermutung anstellen, dass sie entweder ihre treue Leserschaft nicht verprellen und mit Männersex schocken wollte, oder dass sie es einfach nicht schreiben kann. Tatsächlich hätte ich auch ohne Bettgeflüster und Matratzensport leben können. Aber dann hätte ich mir doch ein wenig mehr Knistern, Blicke und Berührungen gewünscht. Ja, einfach etwas Intensiveres, als das was die Autorin hier sehr lieblos auf die letzten Seiten geknallt hat.

Aber so hat die Geschichte für mich einen sehr, sehr fahlen Nachgeschmack. Und ich denke, dass hier echt viel Potential vergeudet wurde. Hier wurden zwei wirklich wunderbare Charaktere verheizt, deren Geschichte man doch viel schöner und intensiver hätte erzählen können.