Last Defense – R.J. Scott & V.L. Lockey

Max Van Hellren ist der letzte Neuzugang bei der Harrisburg Railers. Es ist seine letzte Saison in der NHL und er will unbedingt mit diesem Team den Cup holen. Dabei kann er sich eigentlich keine Ablenkung leisten und seine Gesundheit macht ihm auch zu schaffen. Denn in seinem Kopf tickt eine Bombe, die jederzeit los gehen kann. Und doch kommt es anders als man denkt. Da gibt es Benton Worthington, der ihm nicht mehr aus dem Kopf geht.

Dieser betreibt eine Tierauffangstation, wo Tiere auch nicht getötet werden – so wie in anderen Einrichtungen. Nach dem viel zu frühen Tod seines geliebten Mannes bleibt er lieber für sich und lebt in der Nähe seiner leicht exzentrischen Tanten. Doch er liebt sie und nimmt es hin, dass sie sich auch ganz gern in sein Leben mischen. Fan der Railers ist er nicht unbedingt, doch mit dem Team verbindet ihn eine PR-Aktion, die den Railers und seinem Tierasyl gleichermaßen helfen wird. Dabei läuft er eben den Defensivmann Max über den Weg. Und der hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei Benton!

Max ist sehr geschickt und hartnäckig. Er umwirbt Benton und dieser kann dem Eishockeyspieler kaum widerstehen. Erst ist es eine sexuelle Beziehung. Doch zwischen ihnen entsteht eine Freundschaft. Benton hat Probleme in seinem Tierasyl und Max möchte helfen. Doch er stellt es ziemlich geschickt an, da er Benton als sehr stolz einschätzt.

Liebe war eigentlich nicht das Ziel dieser Affäre und doch entsteht da mehr zwischen ihnen. Familiäre Probleme Bentons schweißen sie da auch noch zusätzlich zusammen. Doch als Max sich endlich bezüglich seiner Gesundheit offenbart, ist Benton damit völlig überfordert. Und er reagiert auch ziemlich harsch und radikal. Mit einem Schlag scheint dieses neue Glück zerbrochen.

Das Buch, die Geschichte ist sehr intensiv. Max ist zwar ein sehr amüsanter Charakter, doch die Leichtigkeit und der Humor des vorigen Teiles der Reihe ist hier nicht so präsent. Aber das hat mich bei dieser Geschichte überhaupt nicht gestört; ganz im Gegenteil. Ben und Max sind zwei nicht mehr ganz jung, haben bereits viel erlebt und befinden sich beide irgendwie an einer Weggabelung ihres Lebens. Das Autoren-Duo Scott und Locey konnte mich auch dieses Mal wieder mitnehmen, fesseln und begeistern.

Der kleine Crime-Anteil macht die Geschichte ein wenig spannender, auch wenn man schnell kapiert was hier im Hintergrund läuft. Für mich hat das gereicht. Viel interessanter fand ich jedoch die Entwicklung von Ben und Max, die beide über ihren Schatten springen und Entscheidungen treffen müssen, was eben gar nicht so einfach ist und weitreichende Folgen hat. Aber sie beweisen Mut und greifen zu, als sich ihre Chance auf ein neues Glück ergibt.

 

 

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