Leaning into the Fall – Lane Hayes

So geschickt und erfolgreich der Softwareentwickler Nick mit seiner Firma und seinen Projekten ist, so erfolglos gestaltet sich sein Sozial- und Liebesleben. Nach der abgesagten Hochzeit mit Lisa, hockt er nun auf jede Menge Hochzeitswein und Nick glaubt an schlechtes Karma. Leider will der Winzer Wes den Wein nicht zurücknehmen. Also versucht Nick ihn persönlich davon zu überzeugen.

Doch dieses Vorhaben scheitert kläglich und der etwas ältere Wes weist Nick die Tür. Doch für Nick unglückliche Umstände führt sie schnell wieder zusammen und zwischen Nick und Wes fliegen die Funken. Aber Nick scheint sozial wirklich nicht kompatibel zu sein und Wes macht schnell deutlich, was er von Nicks Verhalten hält. Und doch können beide Männer nicht leugnen, dass sie sich von einander angezogen fühlen.

Obwohl mir Nick als Charakter jetzt nicht so wahnsinnig sympathisch ist, mochte ich die Geschichte. Der Altersunterschied zwischen Nick und Wes spielte für mich keine Rolle, da Nick ja längst ein erwachsener Mann ist. Insofern passte es für mich schon. Wes ist ein sehr starker, besonnener und auch überlegener Charakter. Ihn mochte ich sehr, sehr gern. Und er agiert auch ziemlich überlegt und weist Nick in seine Schranken, hat fast schon erzieherische Züge an sich.

Nick hingegen machte mich nicht ganz so glücklich. Schon in den ersten Teilen der Reihe ist er nicht sonderlich sympathisch. Zwar erklärt sich sein Verhalten in der eigenen Geschichte. Doch viele Erzählstränge frustrieren den Leser. Vor allem weil Nick scheinbar so beratungsresistent ist und oft Handlungen setzt, die den Leser doch verzweifeln lassen. Doch gegen Ende hin gelingt es der Autorin das Ruder noch einmal herumzureißen. Für Nick gibt es einfach einen Punktabzug, weil er mich schon etwas gestresst hat und echt lange gebraucht hat.

Obwohl es für Nicks Verhalten durchaus seine Berechtigung hat, war der Erzählteil über das neue Geschäftsprojekt und die Intrigen in der Szene für mich persönlich eher langweilig und fast schon störend. Da hätte ich mir mehr von Wes und Nick gewünscht.

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