Liebe schafft Familie – Andrew Grey

Der Tod seiner Schwester stürzt Arie und seine Eltern in tiefe Trauer, aus der sie weder als Person, noch als Familie herauskommen. Während Arie sich in seine Musik flüchtet und der Vater schweigt, entwickelt Mutter Suzanne ein ernsthaftes Alkoholproblem. Außerdem engt sie Arie immer weiter ein und stellt Forderungen, die der junge Musiker nicht erfüllen kann. Denn Arie ist schwul und weigert sich den Erwartungen seiner Eltern – Heirat und ein Erbe, der den Familiennamen weiterträgt – nachzugeben. Um endlich wieder atmen zu können und den Kopf freizubekommen, entschließt er sich seinen Freund Robbie zu besuchen. Dort wird er herzlich aufgenommen und lernt den attraktiven Polizisten Duane kennen.

Dieser ist mit seinem Leben an sich zufrieden, wenn auch einsam. Seinen Vater hat er vor einer Weile verloren und der Umgang mit seiner Mutter ist schwierig. Diese kann sich mit Duanes Neigungen nicht abfinden und Duane hält es für klüger den Kontakt so vage wie möglich zu halten. Der Musiker Arie kann sofort sein Interesse wecken und Duane beginnt ihn zu umwerben; auch wenn er weiß, dass Arie nur einigen Wochen auf der Laughton Farm verbringen wird.

Liebe schafft Familie ist ein typischer Liebe-Roman und punktet mit sympathischen Protagonisten, einem romantischen Plot und viel Familie. Kleine Aufregungen gibt es in einem dezenten Krimiplot, der für meinen Geschmack jetzt nicht nötig war. Aber wenn es der Dramaturgie dient, dann soll es mir auch recht sein. Duane und Arie treffen sich zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Während Arie noch immer um seine Schwester trauert, sich mit den Wünschen seiner Mutter und den eigenen Bedürfnissen auseinandersetzen muss, findet Duane keinen Weg Arie an seiner Seite zu halten. Zudem bekommt Duane Besuch von seiner Mutter, die ihm schlechte Nachrichten überbringt.

Der Titel ist für dieses Buch sehr gut gewählt, denn die Geschichte erzählt von Familien mit all ihren Problemen, Freuden und Tragödien. Unsere Helden lernen, dass Familie mehr als nur das Teilen von Genen bedeutet und sich Familien immer wieder und unterschiedlich entwickeln. Natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz und Arie lernt in seiner Auszeit nicht nur die richtige Liebe kennen, sondern auch sich selbst. Wunderschön romantisch zu lesen; ein Wohlfühlbuch.

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