Men Can Do Romance – Michael Holloway Perronne

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Verlag: Chances Press
VÖ: 09/2013
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 109

Meine Bewertung:
3.5 von 5 Regenbögen

Versicherungsmitarbeiter Elliott hadert mit seinem Leben. Obwohl er in New Orleans lebt und zu seiner Homosexualität offen stehen kann, ist sein Leben irgendwie schwerfällig. Sein Job greift inzwischen längst auch in sein privates Leben über. Eigentlich sollte er nur beruflich Risiken kalkulieren. Doch das tut er auch in seinem privaten Umfeld und jedes Date wird damit natürlich ständig durchleuchtet. Das führt für Elliott natürlich nicht zum Erfolg. Und langsam wird er der arrangierten Dates auch überdrüssig. Seine Freunde meinen es gut, doch es zündet einfach nicht.

Troy hingegen steht erst am Anfang. Er hat die Armee verlassen und steht nun vor der schweren Aufgabe sich vor seinen Eltern als homosexuell zu outen. Zudem fehlen ihm Freunde, die er in der Armee zurückgelassen hat und Perspektiven. Was genau soll er mit seinem Leben nun anfangen? Troy hat keine Ahnung. Sein jüngerer Bruder Louie bringt ihn mit Elliott zusammen. Die drei kennen sich schon seit Kindertagen und Elliott und Louie sind immer schon beste Freunde gewesen.

Louie glaubt, dass Elliott seinem älteren Bruder bei seinem Coming Out helfen könnte. Doch Elliott hat nun ein nicht unerhebliches Problem. Denn für den coolen und starken Troy hat er immer schon geschwärmt. Und wie es aussieht, hat sich diese heimliche Schwärmerei über die Jahre nur versteckt.

Erst denkt man ja als Leser, dass Elliott eher schwach an gelegt ist. Doch das stimmt nicht. Er versucht sein Leben zu ändern, versucht neue Möglichkeiten zu finden und will doch nur glücklich sein. Er gibt sich also nicht auf. Und er wird zu einem sehr beständigen und umsichtigen Freund für Troy, der eben noch auf der Suche ist. Dabei macht es ihm die Familie - ausgenommen Louie - nicht unbedingt leicht.

Elliott hingegen ist für Troy da und das Band zwischen ihnen wächst sehr schnell. Doch sie tanzen erst unsicher umeinander herum. Denn auch Troy fühlt sich zu dem etwas jüngeren Elliott hingezogen. Insgesamt war es eine sehr schöne, sehr ruhige Geschichte. Große Dramen gibt es nicht und der Stil ist sehr einnehmend. Romantik ist vorhanden, aber wer es gern ein wenig intimer mag, der wird hier enttäuscht. Es gibt zwar Küsse, aber die Schlafzimmertür wird dem Leser vor der Nase zugeschlagen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist dann das schnelle Ende. Irgendwie fehlt mir da etwas. Die Geschichte ist toll und romantisch, aber Elliott und Troy hätten doch noch mindestens ein Kapitel verdient. Das hätte die Geschichte und vor allem das Ende runder und befriedigender gemacht.

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